Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Montag zum Investitionsgipfel ins Kanzleramt geladen und die Wirtschaftsbosse kamen auch. 631 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren investiert werden. Der Gipfel schlägt Wellen, allerdings auch wegen eines Gruppenfotos. Zusammen mit dem Kanzler reihen sich die Führungskräfte auf einer Treppe auf – unter ihnen, neben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gerade mal eine einzige Frau: Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp.

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In den sozialen Netzwerken sorgte das Foto gleich für Aufsehen: Viele Nutzer sehen es symptomatisch für den Zustand bei der Diversität in den Chefetagen deutscher Unternehmen und kritisieren fehlende Frauenförderung und Chancengleichheit.

Orlopp sagte ntv dazu: „Es geht nicht um Quoten, sondern darum, Vielfalt zu fördern.“ Unternehmen müssten Programm schaffen, die „Frauen und Männer gleichermaßen Entwicklungschancen“ bieten. Sie sei optimistisch, dass sich das Bild in den nächsten Jahren ändern werde, sagte Orlopp weiter. Frauen würden sichtbarer und mutiger.

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Verband der Unternehmerinnen kritisiert männerlastigen Gipfel

Beim Verband der Unternehmerinnen sorgt die fast ausschließlich männliche Besetzung des Gipfels für wesentlich schärfere Kritik: „Dass bei einem Gipfel dieser Größenordnung nur eine weibliche CEO vertreten war, ist nicht nur ein Signal des Stillstands, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems: Frauen werden in Führungspositionen weiterhin ausgebremst – trotz Qualifikation und Leistung“, sagte Evelyne de Gruyter, Geschäftsführerin des Verbands der Unternehmerinnen, unserer Redaktion.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Sie fordert, dass bei der Förderung des Wirtschaftsstandortes auch Frauen einbezogen werden: „Alles andere ist nicht nur gestrig. Es ist schlicht und einfach nicht zukunftsfähig.“ 

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#20 Wolfram Weimer über die Brandmauer zur AfD - und Fahrradfahren mit Friedrich Merz
Meine schwerste Entscheidung
 

In letzter Zeit häufiger männerlastige Fotos

In den vergangenen Monaten hatte es mehrere solcher männerlastigen Fotos gegeben: Bei der Münchener Sicherheitskonferenz im Februar diskutierten etwa rund 30 Chefs von Wirtschaftsunternehmen bei einem Mittagessen – Frauen waren keine anwesend.

Und auch ein Treffen der Unionsspitzen im Konrad-Adenauer-Haus nach der Bundestagswahl sorgte für Kritik. An einem Konferenztisch saßen dort Martin Huber, Markus Söder, Alexander Dobrindt, Thorsten Frei, Carsten Linnemann und Friedrich Merz – jedoch keine einzige Frau.