Der „Mitternachts-Hammer“ von Donald Trump hat zugeschlagen und die Folgen des Angriffs sind – bislang – überschaubar. Der iranische Gegenangriff mit sechs Raketen auf die US-Basis mit dem besten Raketenabwehrschirm war die militärische Mindestantwort, die Ali Chamenei auf die US-Angriffe geben musste. Ohne diesen „Schaufenster“-Angriff, vor dem der Iran rechtzeitig gewarnt hatte, wäre der greise Ayatolllah bei den Hardlinern Kandidat für einen Putsch gewesen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Donald Trump, der Weltpolitik aus dem Bauch macht, hat das verstanden und überraschend moderat auf den Angriff reagiert und den Krieg für beendet erklärt. Der Präsident hält ihn für Verschwendung von Leben und Geld und hat kein Interesse daran, die USA tiefer in den Konflikt zu führen. Dazu braucht er Israel. Sein Apell an Jerusalem, das Bomben zu beenden, wird Netanjahu ernst nehmen müssen. Die Chance zum Frieden ist jetzt da.
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Iran hat es in der Hand, dass der Frieden gelingen kann
Jetzt liegt es am Iran, dass dieser Frieden gelingen kann. Der Bruch der Waffenruhe wenige Stunden nach Inkrafttreten ist kein gutes Zeichen, aber kann ein Hinweis darauf sein, dass der greise Chamenei die Reihen nicht mehr schließen kann. Das macht den Iran noch unberechenbarer.

Auch die Unberechenbarkeit von Donald Trump macht die Lage kompliziert, denn niemand kann damit rechnen, dass der US-Präsident verlässlich bei seiner Linie bleibt. Deshalb ist ein verlässlicher, gemeinsamer Kurs Europas umso wichtiger.
Der Kanzler hat in seiner Regierungserklärung das Richtige dazu gesagt: Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung – aber gleichzeitig müssen alle diplomatischen Anstrengungen unternommen werden, damit nicht die gesamte Region in einen Krieg stürzt. Gewalt muss immer das letzte Mittel bleiben.





