Was Harvard kann, können wir schon lange! Das muss der Leitgedanke sein, wenn es darum geht, internationale Studierende zu begeistern. Warum soll es nur Hochschulen in Fernost möglich sein, vom Streit zwischen US-Regierung und Harvard zu profitieren? Wer es dorthin, zu einer der renommiertesten Unis der Welt, geschafft hat, der dürfte an den hervorragenden deutschen Hochschulen – und davon gibt es einige – ebenfalls brillieren.
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Die deutschen Universitäten sind dazu bereit, sie haben trotz geringerer finanzieller Mittel längst internationale Wettbewerbsfähigkeit erreicht. Es ist nun für die Regierung an der Zeit, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Deutschland für Studierende noch attraktiver zu machen. Und das so schnell wie möglich, denn es bietet sich eine riesige Chance. US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinem unvorhersehbaren Handeln für Unsicherheit und macht die USA zu einem unattraktiven Land für die Fachkräfte von morgen.
Regierung und Bevölkerung müssen Deutschland attraktiver machen
Diese gilt es jetzt nach Deutschland zu lotsen. Mit unkomplizierten und schnellen Visa-Vergaben, Stipendien, mehr englischsprachigen Studienprogrammen und so wenig Bürokratie wie möglich. Einreise und Zulassung für Studierende – und Lehrende – auf Topniveau zu ermöglichen, muss jetzt oberstes Ziel sein. Denn wer hier auf hohem Niveau studieren und forschen kann, der knüpft Freundschaften, lernt Land und Leute kennen, bleibt nach dem Studium und hilft, die klammen Rentenkassen zu füllen.

Damit das gelingt, muss aber auch die Bevölkerung mitspielen. Wenn Universitäten Opfer rechtsextremer Angriffe werden und Studierende mit migrantischem Aussehen in der Innenstadt angefeindet werden, dann werden sie sich hier auch nicht wohlfühlen. Es ist im Interesse aller, Deutschland so attraktiv wie möglich für hoch qualifizierte junge Menschen zu machen.



