Kleine Drohnen steigen aus Lastwagen auf, schwere strategische Bomber brennen reihenweise. Die Videos, die am Sonntag auf ukrainischen und prorussischen Kanälen publiziert wurden, zeugen von der Finesse und enormen Wucht einer in der Militärgeschichte wohl beispiellosen Operation des ukrainischen Geheimdienstes SBU.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Es ist dem SBU offenbar gelungen, der strategischen Bomberflotte Moskaus, die seit dem Beginn des russischen Überfalls nahezu täglich ukrainische Städte ins Visier nimmt, einen schweren Schlag zu versetzen. Und das selbst im fernen Sibirien, Tausende Kilometer entfernt von der Front.
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Sollte es sich bewahrheiten, dass über vierzig Flugzeuge beschädigt oder zerstört wurden, würde das die operativen Fähigkeiten der russischen Luftstreitkräfte erheblich einschränken. Die Operation macht einmal mehr deutlich, wie sehr sich die Kriegsführung verändert hat: Es ist den Ukrainern bereits wiederholt gelungen, mittels vergleichsweise billiger Drohnen millionenteures russisches Militärgerät wie Kampfjets oder Schiffe zu vernichten.

Für Kremlherrscher Putin ist der Angriff eine Schmach. Er wird sich rächen. Bereits vor Bekanntwerden der SBU-Operation hatte Moskau der Ukraine am Sonntagmorgen „Terrorangriffe“ vorgeworfen, weil sie bei Sabotage-Angriffen nahe der ukrainisch-russischen Grenze Brücken zerstört hatte, um die russische Logistik zu stören. Bei einem dieser Angriffe waren nach russischen Angaben sieben Zivilisten in einem Zug getötet worden, als Trümmer einer Brücke auf ein Eisenbahngleis gestürzt waren.

In den kommenden Tagen drohen der Ukraine massive russische Luftschläge. Für die Ukrainer ist das nichts Neues. Die Menschen in Russland müssen nun schmerzhaft erleben, dass der Krieg, den ihr Machthaber begonnen hat, jetzt auch in ihre Heimat getragen wird.








