Dealmaker-Präsident Donald Trump hat offenbar den Nahen Osten als neues Investitionsziel für seine Immobilienprojekte entdeckt. Anfang des Jahres wollte Trump noch den Gazastreifen kaufen, mit Hotels zupflastern und zur „Riviera des Nahen Ostens“ machen, nun hat der 78-Jährige das Emirat Dubai ins Visier genommen.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
In Dubai soll in Zusammenarbeit mit dem dortigen Unternehmen Dar Global das erste Trump-Hotel in der Metropole entstehen, wie die Trump Organization ankündigte. Der 80 Stockwerke hohe Wolkenkratzer mit Kosten von einer Milliarde US-Dollar soll Medienberichten zufolge in fünf Jahren fertiggestellt sein. Die teuerste Wohneinheit ist laut der Zeitung „The National“ ein Penthouse für 20 Millionen US-Dollar. Es ist nicht das erste Hotel-Projekt, das Trump in Dubais Sand setzen will. Bereits 2005 sollte dort in Kooperation mit dem regierungseigenen Unternehmen Nakheel das Palm Trump International Hotel & Tower entstehen. Nakheel stieg allerdings 2011 aus, das Hotel wurde nie realisiert.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Wohnungen im Tower können auch mit Bitcoins gekauft werden
Wohnraum und Gewerbeflächen im neuen Trump Tower Dubai werden Käufer auch mit Digitalwährungen bezahlen können, wie Trumps Sohn Eric ankündigte, der die Trump Organization mit seinem Bruder führt. „Dies wird das erste Projekt sein, in dem man Einheiten mit Kryptowährungen kaufen kann“, etwa mit Bitcoin, sagte er. US-Präsident Trump zeigte sich schon im Wahlkampf aufgeschlossen gegenüber Digitalwährungen und erhielt seitdem beträchtliche Unterstützung aus der Branche.

In der saudischen Küstenstadt Dschidda hatte die Entwicklungsfirma Dar Global vergangenes Jahr bereits den Bau eines Trump-Wolkenkratzers mit Kosten von 533 Millionen US-Dollar angekündigt sowie ein Wohnbauprojekt im Oman. Während Trumps erster Amtszeit als US-Präsident hatte sein Konzern in Dubai den ersten Trump-Golfplatz im Nahen Osten eröffnet.
- Stimmung im Keller: Zölle lassen Verbraucher und Unternehmer zittern
- EU-Reaktion: Zölle: Diese US-Produkte werden bei uns jetzt teurer
- Mit fatalen Folgen: Schon einmal setzten die USA auf Zölle
- In der Krise: Richtig in Gold investieren – ETF, ETC oder Münzen und Barren?
Trump wird vom 13. bis 16. Mai Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besuchen. Neben Gesprächen etwa über die Kriege in der Ukraine und dem Gazastreifen dürfte es auch um große Investitionen gehen. Trump hat den Saudis nach eigenen Angaben erklärt, er werde zu ihnen kommen, wenn sie eine Billion US-Dollar in den USA investierten.
tok mit dpa








