- Wolfram Weimer ist Journalist und Publizist
- Er übernimmt in der schwarz-roten Koalition das Amt des Kulturstaatsministers
- Was gibt es zum Privatleben und der Karriere Weimers zu wissen?
Wolfram Weimer ist eine Überraschung: Der Publizist und Verleger war bislang nicht auf der politischen Bühne zu sehen – jetzt ist Weimer Kulturstaatsminister der schwarz-roten Bundesregierung. Er gilt in der deutschen Medienlandschaft als konservative Stimme – und im liberalen Kulturbetrieb manchem als rotes Tuch.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Weimer, ein Vertrauter von Friedrich Merz (CDU), hat bisher keine politische Erfahrung im Kulturbereich. Auch deswegen sorgte seine Nominierung für eine Überraschung. Nun hat Wolfram Weimer die Nachfolge von Claudia Roth (Grüne) angetreten. Was gibt es über ihn zu wissen?
Wolfram Weimer: Die wichtigsten Infos zum Verleger im Steckbrief
| Name | Wolfram Weimer |
| Geburtsdatum | 11. November 1964 |
| Amt | Kulturstaatsminister |
| Familienstand | Verheiratet, drei Söhne |
| Wohnort | Tegernsee (Bayern) |
Wolfram Weimer: Studium, Familie, Kinder – Das Wichtigste zu seinem Privatleben
Wolfram Weimer wurde am 11. November 1964 in Gelnhausen geboren und wuchs in Portugal auf, wo er die Deutsche Schule in Porto besuchte. Der Verleger ist römisch-katholischen Glaubens und stammt aus einer akademischen Familie: Seine Mutter war Lehrerin, sein Vater ein Germanist und Buchautor. Weimer machte 1983 Abitur in Gelnhausen und leistete seinen Wehrdienst in Stadtallendorf. Weitere Infos zu Weimers Privatleben:
- Ausbildung: Wolfram Weimer studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt und der American University in Washington, D.C. in den USA. Nach seinem Magisterabschluss 1989 erhielt er ein Forschungsstipendium am John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien.
- Familie: Weimer ist mit Christiane Götz-Weimer verheiratet und hat drei Söhne. Die Familie lebt am Tegernsee in Bayern.
- Beruf: Weimer ist Journalist und Verleger. 2012 gründete er die Weimer Media Group, die er gemeinsam mit seiner Frau als Geschäftsführer leitet. Weimer ist zudem Buchautor, Kolumnist und Gast in politischen Talkshows.
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Wolfram Weimer: Die wichtigsten Stationen seiner Karriere
Weimer begann seine Karriere 1990 als Redakteur bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Von 1994 bis 1998 war er als Korrespondent in Madrid tätig, wo er über Spanien, Portugal und Marokko berichtete. Zwischen 1998 und 2002 war er Vize-Chefredakteur und später Chefredakteur der „Welt“, bevor er 2002 die Doppelchefredaktion der „Welt“ und der „Berliner Morgenpost“ übernahm.
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2003 gründete Weimer gemeinsam mit dem Ringier-Verlag das politische Kulturmagazin „Cicero“ und war hier bis 2010 Chefredakteur. Danach übernahm er von 2011 bis 2012 die Chefredaktion des Nachrichtenmagazins „Focus“. 2012 gründete Weimer mit seiner Frau die Weimer Media Group, die sie gemeinsam als Geschäftsführer leiten. Die Verlagsgruppe publiziert neben Büchern, Podcasts und Newslettern das Debattenportal „The European“ sowie Publikumsmagazine wie „Markt und Mittelstand“, „Business Punk“, „Börse am Sonntag“ und „Wirtschaftskurier“.
Wolfram Weimer: Für welche Themen setzt sich der Publizist ein?
Weimer hatte bisher noch kein politisches Amt inne. Er gilt als konservative Stimme. Zu seinen Kernanliegen gehören:
- Wirtschaftspolitisch vertritt Weimer liberale Positionen. Er forderte in der Vergangenheit Deregulierungen, um den Markt zu entlasten und das unternehmerische Handeln zu fördern.
- Weimers politische Haltung ist stark von konservativen Werten geprägt. Diese legte er unter anderem im Buch „Das konservative Manifest: Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit“ aus dem Jahr 2018 dar. Darin fordert er eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte.
- In der Vergangenheit äußerte sich Weimer kritisch gegenüber der AfD. In einem Interview mit Focus online äußerte er, dass die wirtschaftspolitischen Pläne der AfD, wie der Austritt aus der EU und der Euro-Abschaffung, „unmittelbaren Wohlstandsverlust“ für Deutschland zur Folge hätten.

Wolfram Weimer: Erfolge und Kontroversen
Die Nominierung von Wolfram Weimer als möglichem Kulturstaatsminister sorgte für Verwunderung. Denn in den vorherigen Wochen galten der Berliner Kultursenator Joe Chialo und Christiane Schenderlein, kulturpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, als die Favoriten für das Amt, das bislang von der Grünen-Politikerin Claudia Roth bekleidet wurde. Umso überraschender war die Nominierung von Weimer, der sich laut „Süddeutscher Zeitung“ in der Vergangenheit kaum als kulturpolitischer Akteur hervorgetan habe. Kritik an der möglichen Nominierung kam auch von „FAZ“-Herausgeber Jürgen Kaube. „Sein Begriff von Kultur und sein Geschichtsverständnis weisen darauf hin, dass er der falsche Mann am falschen Platz wäre. Um es gelinde zu sagen“, schreibt Kaube.









