• Katherina Reiche hatte der Politik schon den Rücken gekehrt
  • Jetzt ist die CDU-Politikerin als Wirtschaftsministerin im Kabinett Merz tätig
  • Was ist über die Politikerin bekannt?

Sie soll sich in den kommenden Jahren um die kränkelnde deutsche Wirtschaft kümmern: Katherina Reiche. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete übernimmt im Kabinett von Friedrich Merz das Amt der Wirtschaftsministerin.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Was ist über sie bekannt? Welche Stationen prägen ihre politische und wirtschaftliche Karriere – und welche Kontroversen begleiten sie? Die wichtigsten Infos im Steckbrief.

Katherina Reiche: Die wichtigsten Infos zur CDU-Politikerin im Steckbrief

NameKatherina Reiche
Geburtsdatum 16. Juli 1973
ParteiCDU/CSU
Parteimitglied seit1996
AmtWirtschaftsministerin
Wohnortunbekannt
CDU Holds Small Party Congress To Vote On Coalition Contract
Sie ist die neue Wirtschaftsministerin: Katherina Reiche.© Getty Images | Sean Gallup

Katherina Reiche: Herkunft, Familie, Wohnort – Das ist zu ihrem Privatleben bekannt

Katherina Reiche wurde am 16. Juli 1973 in Luckenwalde in Brandenburg geboren.

Katherina Reiche in der CDU: Wechsel in die Wirtschaft sorgt für Kritik

Ihre politische Laufbahn begann früh: 1992 trat Katherina Reiche der Jungen Union bei, vier Jahre später folgte der Eintritt in die CDU. Schnell übernahm sie Verantwortung, unter anderem als Mitglied der Frauen-Union und im Landesvorstand der CDU Brandenburg. Bereits 1998 schaffte sie den Sprung in den Deutschen Bundestag und gehörte dort mehr als 15 Jahre lang der Unionsfraktion an.

In ihrer Zeit im Parlament übernahm Reiche wichtige Regierungsämter. Von 2009 bis Ende 2013 war sie parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, anschließend bis Anfang 2015 im Verkehrsministerium. Im September 2015 legte Reiche ihr Bundestagsmandat nieder und wechselte in die Wirtschaft.

Das rief Kritiker auf den Plan. Sie forderten eine Karenzzeit für Politiker, um den Eindruck eines Interessenkonflikts zu vermeiden. Zusätzlich geriet Reiche wegen einer Äußerung zur gleichgeschlechtlichen Ehe in die Kritik. In einem Interview mit der „Bild“ erklärte sie, die Zukunft liege in der „klassischen“ Familie – nicht in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Die Gesellschaft werde nicht von „kleinen Gruppen“, gemeint waren offensichtlich Nicht-Heterosexuelle, sondern „von der stabilen Mitte“ zusammengehalten. In sozialen Medien stieß diese Aussage auf deutlichen Widerspruch.

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Katherina Reiche an der Spitze von Westenergie AG: Wofür sie sich heute einsetzt

Seit Anfang 2020 ist Katherina Reiche Vorsitzende des Vorstandes der Westenergie AG, eines der größten regionalen Energiedienstleister Deutschlands. Zudem übernahm sie im Juni desselben Jahres den Vorsitz im Nationalen Wasserstoffrat der Bundesregierung, wo sie sich mit den strategischen Weichenstellungen für eine klimafreundliche Energiezukunft beschäftigt. Zuvor war sie von 2015 bis 2019 als Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) tätig.

Neben ihrer Arbeit im Energiesektor engagiert sich Reiche auch für mehr Vielfalt in Unternehmen. Mit der Gründung der FEMpower-Akademie bei Westenergie will sie gezielt Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen unterstützen. Ziel der Initiative ist es, weibliche Talente zu fördern und sie auf verantwortungsvolle Aufgaben im Unternehmen vorzubereiten.