Der Chef der Jungen Union erwartet, dass in einem künftigen Koalitionsvertrag von Union und SPD ein klarer Politikwechsel zu erkennen ist. Andernfalls werde man dem Koalitionsvertrag nicht zustimmen, sagte Johannes Winkel der „Süddeutschen Zeitung“. Konkret ging es dabei um die Politik-Bereiche Migration, Wirtschaft und Bürokratieabbau. Wenn es die Union nicht schaffe, bei diesen Themen einen Wechsel einzuleiten, „dann ist die CDU insolvenzgefährdet“, sagte Winkel.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Die CDU darf keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, ohne dass ein Politikwechsel kommt“, forderte der Chef der Nachwuchsorganisation. „Die CDU ist kein Kanzlerwahlverein mehr“, sagte er und ergänzte: „Die Zeiten, in denen das Motto galt, wir bekommen das Kanzleramt und die Sozialdemokraten die Inhalte, die sind tatsächlich vorbei.“ Die CDU sei gerade auch an der Basis eine sehr selbstbewusste Partei. „Dass man einen sozialdemokratisch dominierten Koalitionsvertrag vorlegt, das wird nicht mehr funktionieren“, warnte Winkel.

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Auch der Chef der Jungen Union Nordrhein-Westfalen, Kevin Gniosdorz, hat klare Erwartungen an das Verhandler-Team der Union. „Wir wollen Vertrauen zurückgewinnen, und dazu muss der Koalitionsvertrag bestimmte Erwartungen erfüllen, derentwegen die Union gewählt worden ist“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Gniosdorz forderte im Zuge dessen zukunftssichere Renten und Sozialsysteme und eine Wirtschaftswende. Zudem müssten die irreguläre Migration „so schnell wie möglich drastisch“ reduziert und die Gelder aus dem Sondervermögen „zukunftsgerichtet und effizient“ verwendet werden.

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Die Union steht in den Umfragen aktuell deutlich unter Druck. Im ARD-Deutschlandtrend vom Donnerstag lag die AfD nur noch knapp hinter CDU und CSU, in einer Umfrage für die „Bild am Sonntag“ zog die Rechtsaußenpartei gar gleichauf mit der Union.

lro/dpa/AFP