Je länger der Abstand zur unverschämten Rede von JD Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz wird, desto mehr möchte man Donald Trumps Vize-Präsident das Manuskript nachträglich um die Ohren hauen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Während Vance die Europäer von oben herab schurigelte, sie mögen endlich auch Hetze und Hassrede als Ausdruck’ von Meinungsfreiheit akzeptieren und verfassungsfeindliche Parteien wie die AfD mit offenen Armen empfangen, werden daheim Politbüro-Methoden der Zensur wie zu alten Sowjet-Zeiten eingeführt.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Präsident Donald Trump hat den seit Jahrzehnten unabhängig von der Regierung den Medien-Zugang zum Präsidenten regelnden Verband der White House-Korrespondenten entmachtet. Künftig entscheiden seine Pressesprecher, welche Zeitung, welcher Sender und welches Internet-Portal dem Präsidenten bei wichtigen Terminen im In- und Ausland aus nächster Nähe auf die Finger schauen darf.

Unabhängige, kritische Berichterstattung hält Trump für ehrenrührig. Was für traurige Konsequenzen das haben wird, ist klar. Pseudo-Journalisten wie Brian Glenn vom rechtslastigen Netzwerk „Real America‘s Voice“, die keine Fragen stellen, sondern mit hohem Fremdschäm-Faktor Lob wiederkäuen und Trump um den Bart gehen, werden wohl künftig den Ton angeben.
Nach der Verbannung der weltweit größten Nachrichten-Agentur „AP“ aus dem Weißen Haus, die sich aus guten Gründen weigert, Trumps nationalistisches Lied vom „Golf von Amerika“ mitzusingen, ist das die nächste Hiobsbotschaft für die amerikanische Öffentlichkeit.

Kritik ist am Hofe von „King Donald” nicht mehr gelitten. Hofnarren bekommen dagegen freie Bahn. Bananen-Republik USA.








