Giorgio Napolitano

Obama stärkt Italiens Präsidenten den Rücken

Der US-Präsident Barack Obama hat Vertrauen in die Personalauswahl des italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano. Er werde die richtige Übergangsregierung finden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Inmitten der politischen Krise in Italien hat US-Präsident Barack Obama dem Staatschef des Landes, Giorgio Napolitano, den Rücken gestärkt. Er habe „Vertrauen“, dass Napolitano eine Übergangsregierung einsetzen werde, die ein „aggressives Reformprogramm umsetzen und das Vertrauen der Märkte wiederherstellen“ werde, sagte Obama nach Angaben seines Sprechers in einem Telefonat mit dem italienischen Präsidenten. Bei dem Gespräch ging es demnach in erster Linie um die politische Lage in Italien.

Später telefonierte Obama nach Angaben des Weißen Hauses auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy, dabei seien die „engen Konsultationen über die Finanzkrise in Europa fortgesetzt“ worden.

In Italien hat Regierungschef Silvio Berlusconi seinen Rücktritt angekündigt, sobald die Spar- und Reformpläne der Regierung beide Parlamentskammern passiert haben. Medienberichten zufolge könnte dies bis Samstag geschehen. Als Nachfolger Berlusconis wird der frühere EU-Kommissar Mario Monti gehandelt.

US-Finanzminister Timothy Geithner forderte derweil von Europa einen „starken Plan“, um die finanzielle Stabilität wiederherzustellen. „Die Krise in Europa bleibt die größte Herausforderung für das weltweite Wachstum“, sagte Geithner nach einem Treffen von Finanzministern der asiatisch-pazifischen Staaten auf Hawaii. Nun müsse Europa schnell handeln.