+++ Live-Ticker +++

Hillary Clinton warnt vor al-Qaida in Ost-Libyen

US-Außenministerin Clinton weist darauf hin, dass viele Al-Qaida-Aktivisten aus Ost-Libyen gekommen seien. Mehr zur Lage im Live-Ticker.

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Libyens Machthaber lässt sich im Staatsfernsehen feiern - Regierungstruppen versuchen offenbar Gegenoffensive im Osten - Westerwelle bietet Hilfe für Flüchtlinge an.

Video: Reuters
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+++ 18.50 Uhr +++

Die Zahl der Flüchtlinge aus Libyen liegt nach UN-Angaben über der Marke von 180.000 . Allein 77.320 Menschen hätten die Grenze von Libyen nach Ägypten überschritten, sagt die Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks, Melissa Fleming. Etwa dieselbe Zahl Menschen sei nach Tunesien geflüchtet, 30.000 weitere warteten an der Grenze. „Viele, viele verängstigte Flüchtlinge“, zumeist Ägypter und Tunesier, harrten in der Hauptstadt Tripolis aus, sagt Fleming. Sie hätten Angst , im Fall einer Flucht von Truppen des Machthabers Gaddafi ins Visier genommen zu werden.

+++ 17.55 Uhr +++

US-Außenministerin Hillary Clinton warnt davor, dass Libyen zu einem "gigantischen Somalia" werden könnte. Viele der Al-Qaida-Aktivisten in Afghanistan und im Irak seien aus Libyen gekommen – und zwar "aus Ost-Libyen, das jetzt die sogenannte freie Zone Libyens ist", so Clinton.

+++ 17.46 Uhr +++

Großbritannien gibt bekannt, man habe die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen vorbereitet . Einseitige Maßnahmen schließe man aber aus, sagt Vize-Premierminister Nick Clegg. „Wenn sich die Ereignisse schnell entwickeln, muss man planen, sich auf alle Krisenmaßnahmen vorbereiten , genau das haben wir getan“, sagt er in Brüssel. Dazu gehöre auch die Einrichtung einer Flugverbotszone.

+++ 17.41 Uhr +++

Ein libysches Kampfflugzeug feuert zwei Raketen auf die Stadt Brega ab. Die Geschosse schlagen nahe eines Platzes ein, auf dem Dutzende Menschen die erfolgreiche Abwehr regierungstreuer Truppen in der Nähe Bregas feiern. Die Einschläge hinterlassen nahe der Universität zwei Krater. Die Feiernden schießen nach den Einschlägen unter „Allahu Akbar“-Rufen (Gott ist groß) mit Maschinengewehren in Richtung der Maschine .

+++ 17.34 Uhr +++

Die Einrichtung einer Flugverbotszone käme nach den Worten von US-Verteidigungsminister Robert Gates einem Angriff auf Libyen gleich. US-Außenministerin Hillary Clinton sagt, eine Entscheidung über eine solche Zone liege noch in weiter Ferne .

+++ 17.24 Uhr +++

Die Übergangsregierung der Aufständischen mit Sitz in Bengasi (Ost-Libyen), der National Libyan Council, teilt mit, seine Truppen seien bereit, nach Westen zu ziehen , falls Gaddafi einen Rücktritt langfristig verweigert. "Wenn es lange dauert, ist das die Aufgabe der libyschen Armee und das wird zu gegebener Zeit deutlich werden", sagte ein Vertreter des Council.

+++ 17.14 Uhr +++

Regierungsgegner schlagen einen Angriff der Truppen von Diktator Gaddafi bei der ostlibyschen Stadt Brega zurück . Während der ersten größeren Offensive Gaddafis im von der Protestbewegung kontrollierten Osten des Landes erobern die Rebellen die wichtige Ölanlage von den Regierungstruppen zurück. Die Aufständischen kesseln 200 Gaddafi-Kämpfer auf einem nahe gelegenen Universitätscampus ein und schlagen sie in die Flucht . Bei dem Gefecht sterben mindestens fünf Menschen.

+++ 16.56 Uhr +++

Bei den Unruhen in Libyen hat es nach Schätzungen von Menschenrechtlern Tausende Tote gegeben. Die Internationale Menschenrechtsliga in Paris spricht von bis zu 3000 Toten . Sprecher einer libyschen Menschenrechtsorganisation gehen sogar von 6000 Toten aus.

+++ 16.37 Uhr +++

Im Osten Libyens fliegt ein Kampfflugzeug des Regimes von Diktator Muammar al-Gaddafi unweit Gefechten zwischen Regierungstruppen und -gegnern an einem Ölhafen einen Angriff. Bei dem Luftangriff auf einen Strand in der Nähe eines Universitätscampus, dem Schauplatz der Kämpfe, sei niemand verletzt worden, berichten Augenzeugen. Der Angriff sei offenbar ein Abschreckungsmanöver der Truppen Gaddafis, um die Regierungsgegner aus dem umkämpften Areal zu vertreiben.

+++ 15.27 Uhr +++

Der oppositionelle libysche Nationalrat in Bengasi fordert die UN auf, Luftschläge auf Söldnertruppen zu erlauben, die Gaddafi unterstützen. Der Rat spricht sich aber gegen ausländische Interventionstruppen auf libyschem Boden aus.

+++ 15.26 Uhr +++

Der Internationale Strafgerichtshof nimmt offizielle Ermittlungen gegen den Gaddafi-Clan wegen des Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf. Chefankläger Luis Moreno-Ocampo habe sich dazu nach vorläufiger Auswertung bislang zusammengetragener Informationen entschieden.

+++ 15.22 Uhr +++

In Libyen hat ein Kampfflugzeug des Regimes von Staatschef Muammar al-Gaddafi in der Nähe von Gefechten zwischen Regierungstruppen und -gegnern einen Angriff geflogen. In der Nähe befindet sich ein Ölhafen .

+++ 14.25 Uhr +++

Der Sohn von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi sieht in Libyen bald wieder Ordnung einkehren. „In zwei Tagen wird alles wieder den gewohnten Gang nehmen“ , sagte Saif al-Islam Gaddafi in einem Interview der französischen Tageszeitung „Le Figaro“. Die Lage sei ausgezeichnet und vom Fall des Regimes gar keine Rede.

+++ 14.13 Uhr +++

Frankreich schickt Großraumflugzeuge und ein Schiff nach Tunesien, um den vielen tausend Flüchtlingen aus Libyen zu helfen. Mindestens 5000 ägyptische Arbeiter sollen demnächst aus dem libysch-tunesischen Grenzgebiet in ihr Heimatland geflogen werden, kündigte der neue französische Außenminister Alain Juppé an. Täglich kommen durchschnittlich über 10.000 Menschen aus Libyen über den Grenzort Ras Jadir nach Tunesien. Nach Ansicht der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes droht Tunesien eine humanitäre Katastrophe , wenn nicht bald Hilfe eintrifft.

+++ 14.06 Uhr +++

Die EU hat die Soforthilfe für Flüchtlinge aus Libyen auf zehn Millionen Euro verdreifacht. „Die Lage erfordert eine Antwort der internationalen Gemeinschaft“, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und sprach von einer „humanitären Katastrophe“. Er sei in engem Kontakt mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk. Nach jüngsten Schätzungen seien rund 140.000 Menschen auf der Flucht.

+++ 14.05 Uhr +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Libyen bei seinem derzeitigen Umbruch hilfreich zur Seite stehen. Es gehe vor allem um wirtschaftliche Unterstützung und Hilfe mit Know-how im Norden Afrikas, sagte Merkel nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann. Merkel erinnerte daran, dass im Rahmen der Mittelmeerunion bereits viele Hilfsmittel zur Verfügung stünden. Leider würden diese Mittel nicht entsprechend abgerufen.

+++ 13.59 Uhr +++

Gaddafi wendet sich den eingefrorenen Konten zu: "Sie haben nicht das Recht, unsere Konten einzufrieren. (...) Mein Reichtum ist nicht der amerikanische Dollar, mein Reichtum ist das libysche Volk."

+++ 13.58 Uhr +++

Es ist traurig, diese jungen Menschen zu sehen, unsere Kinder, die fehlgeleitet sind und Drogen nehmen . (...) Wir werden noch mehr über diese fehlgeleiteten Kinder sprechen."

+++ 13.57 Uhr +++

Gaddafi behauptet: "Dies ist die Ära des Volkes , in der jeder seine Meinung sagen kann."

+++ 13.56 Uhr +++

"Ich rufe die gebildeten Menschen auf, sich nicht den bewaffneten Banden anzuschließen."

+++ 13.55 Uhr +++

"Es gibt keine revolutionären Komitees , denen Zeitungen gehören. Die Presse soll dem libyschen Volk gehören, nicht den Komitees der Revolution" (gemeint ist die Revolution, als deren Führer sich Gaddafi versteht).

+++ 13.53 Uhr +++

"Aus Gefängnissen befreite Islamisten und Verbrecher sind nach Libyen gekommen. Sie sind es, die in Bengasi die Macht haben. Das hier ist ein demokratisches Land", sagt Gaddafi.

+++ 13.52 Uhr +++

Gaddafi bietet eine Diskussion zu Änderung der Verfassung und des Rechtssystems an – ohne Waffen und Chaos. Wenn die USA oder andere Ausländer in Libyen eindrängen, werde viel Blut fließen , warnt er.

+++ 13.51 Uhr +++

Die Übertragung wird wieder aufgenommen.

+++ 13.43 Uhr +++

Die Übertragung wird unterbrochen.

+++ 13.40 Uhr +++

Gaddafi sagt: "Unsere Jugend hat keine Forderungen wie die in Tunesien und Ägypten." Sie sollen von al-Qaida verführt und hereingelegt worden sein. "Sie geben ihnen Tabletten mit halluzinogegen Substanzen und führen sie auf den falschen Weg. Diese jungen Menschen, 20 jahre alt oder jünger, sind leicht zu verführen."

+++ 13.40 Uhr +++

Gaddafi holt aus zu einem Exkurs über al-Qaida: Ihr Slogan sei "töten, töten,töten". Sie hätten keine Forderungen. "Sie wollen nicht diskutieren. Sie wollen nur töten. Die Al-Qaida-Führer im islamischen Maghreb rekrutieren Menschen in den Moscheen."

+++ 13.36 Uhr +++

"Letztes Mal, als ich eine Rede gehalten habe, habe ich die wütenden Jugendlichen angesprochen", so al-Gaddafi auf einer Festveranstaltung. Damals habe er eine patriotische Rede gehalten. "Heute halte ich keine." Es sei eine historische Rede , die entscheiden wird, wo Libyen in Zukunft steht.

+++ 13.33 Uhr +++

"Verräter, Verräter, er ist ein Verräter!" sagt Gaddafi über den UN-Botschafter Abdulraman Schalgam, der sich am vergangenen Wochenende von ihm distanzierte.

+++ 13.30 Uhr +++

Gaddafi will beim Internationalen Menschrechtsgerichtshof gegen die UN-Resolution Einspruch erheben. Jubelrufe unterbrechen die Rede. "Libyens Freunde", darunter Brasilien und China seien vom UN-Botschafter gebeten worden, der Resolution zuzustimmen.

+++ 13.29 Uhr +++

Gaddafi macht abermals das Terrornetzwerk al-Qaida für die Revolte in seinem Land verantwortlich.

+++ 13.25 Uhr +++

Gaddafi droht erneut damit, „bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau kämpfen“ zu wollen.

+++ 13.03 Uhr +++

Gaddafi sagt in seiner Rede, dass die Zahl der Todesopfer übertrieben sei. Bei den Unruhen kamen nicht mehr als 150 Menschen ums Leben. Zudem gebe es keine politischen Gefangenen in Libyen.

+++ 12.56 Uhr +++

Gaddafi spricht von sich selbst in der 3. Person und nennt sich „der Führer“ . Seine Rede wird immer wieder von den begeisterten Sprechchören seiner Anhänger unterbrochen.

+++ 12.51 Uhr +++

Gaddafi: Es gibt keine inneren Probleme in Libyen; verantwortlich für die Lage sind ausländische Medien und Einmischung

+++ 12.40 Uhr +++

Gaddafi sagt, er wolle die Welt daran erinnern, dass er schon 1977 die Macht an das Volk abgetreten habe.

+++ 12.23 Uhr +++

Das libysche Fernsehen zeigt Gaddafi auf einer Festveranstaltung , wie er die Fäuste in die Luft reckt. Menschen sind in einer Halle um Gaddafi herum versammelt und rufen: „Du wirst immer ein Großer bleiben.“

+++ 12.05 Uhr +++

Das libysche Staatsfernsehen berichtet, Regierungstruppen kontrollierten Flug- und Seehäfen in Brega . Rebellen hatten zuvor erklärt, der Angriff der Soldaten sei zurückgeschlagen worden.

+++ 12.03 Uhr +++

Spanien stoppt ein Bauvorhaben des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi an der Costa del Solppt. Madrid setze damit die von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen beschlossenen Sanktionen um, verlautete aus dem spanischen Außenministerium. Gaddafi besitzt an der südspanischen Mittelmeerküste ein größeres Gelände, auf dem er 2000 Wohnungen, einen Kongress-Palast und einen Golfplatz bauen lassen wollte

+++ 11.48 Uhr +++

Die türkische Regierung hat mehr als 21.500 Menschen aus dem von Unruhen erschütterten Libyen herausgeholt. Darunter seien vor allem türkische Staatsbürger, aber auch fast 3000 andere Ausländer, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Krisenstab in Ankara.

+++ 10.54 Uhr +++

Anti-Gaddafi-Koalition erwägt einem Sprecher zufolge Bitte um ausländischen Militäreinsatz zum Sturz Gaddafis .

+++ 10.49 Uhr +++

Rebellen haben nach Angaben eines Sprechers der Anti-Gaddafi-Koalition in Bengasi die Stadt Brega von den Regierungstruppen wieder zurückerobert.

+++ 10.41 Uhr +++

Augenzeugen berichten dem Sender Al Arabija, dass libysche Streitkräfte Ziele in Brega wahllos bombardieren .

+++ 10.26 Uhr +++

Italien hält eine verheerende Zuspitzung der Libyen-Krise für realistisch. Es sei wahrscheinlich, dass sich der libysche Machthaber al-Gaddafi zu verzweifelten Taten entschließen werde, sagte Italiens Industrieminister Paolo Romani einem Fernsehsender. „Es besteht die Wahrscheinlichkeit, sogar eine reale Wahrscheinlichkeit, dass Gaddafi einen verzweifelten letzten Versuch unternehmen könnte, um sich aus der Belagerung zu befreien, in der er sich befindet“, sagte Romani

+++ 10.21 Uhr +++

Der Fernsehsender al-Dschasira meldet Explosionen in der Stadt Adschdabijah im Osten des Landes. Gaddafi-Truppen dringen in die Stadt ein.

+++ 10.16 Uhr +++

Gaddafi-treue Truppen haben nach Angaben von Offizieren der Rebellen die im Osten Libyens gelegene Stadt Brega nach heftigen Kämpfen zurückerobert. Der Sender Al-Arabija meldet 14 Tote bei den Kämpfen.

+++ 10.03 Uhr +++

Gaddafi-Truppen sollen versucht haben, einen von Aufständischen besetzten Flughafen im Osten des Landes zurückzuerobern . Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete, Soldaten hätten den Flughafen von Marsa al-Brega, der westlich der von Aufständischen eingenommenen Stadt Adschdabija liegt, eingenommen. Nuri al-Obeidi, ein Polizeikommandeur aus Bengasi, widersprach dieser Darstellung. Er sagte, Gaddafis Truppen hätten am Dienstagabend zwar versucht, den Flughafen einzunehmen. Sie seien jedoch von „Demonstranten“ zurückgedrängt worden.

+++ 10.02 Uhr +++

Gaddafi-Truppen haben offenbar zwei Orte in der Umgebung der Hauptstadt von den Rebellen zurückerobert . Gaddafi-Truppen hätten die strategische wichtige Stadt Gharjan im Nafussa-Gebirge bei Tripolis eingenommen, berichtete ein Einwohner. Nach Angaben von Gefolgsleuten Gaddafis wurde auch der Ort Sabratha westlich der Hauptstadt wieder erobert, der in der vergangenen Woche allem Anschein nach abwechselnd von Kräften des Regimes und Aufständischen kontrolliert wurde.

Gharjan war am vergangenen Freitag von den Rebellen eingenommen worden, sagte der Einwohner. Nach der Rückeroberung hätten Gefolgsleute Gaddafis Offiziere festgenommen, die zu der Opposition übergelaufen seien. Es seien Suchlisten mit den Namen Oppositioneller erstellt worden. Die Fahndung habe sofort begonnen.

+++ 10.00 Uhr +++

Angriffe auf die von der Protestbewegung gehaltenen Stadt Sawija seien am Dienstag erneut abgewehrt worden, berichteten Einwohner aus der 50 Kilometer westlich von Tripolis gelegenen Stadt. Auch Versuche von Gaddafis Truppen, die Kontrolle über einen umkämpften Luftwaffenstützpunkt bei Misrata auszuweiten, seien gescheitert, hieß es von dort.

Augenzeugen haben zudem einen Luftangriff auf die von Rebellen gehaltene ostlibysche Stadt Adschdabija gemeldete Aus dem Osten des Landes berichteten weitere Augenzeugen, Gaddafi ergebene Truppen hätten eine wichtige Ölanlage in Brega zurückerobert.

+++ 9.59 Uhr +++

Die Explosion eines Tanklasters in Tripolis löste Panik unter Anwohnern aus. Ob es sich um einen Sabotageakt handelte, war zunächst nicht bekannt. Die Feuerwehr rückte mit vier Löschwagen aus, um die Flammen zu bekämpfen. Anwohner griffen ausländische Journalisten an, die am Ort der Explosion eintrafen. Sie trieben die Reporter in das Hotel zurück, in dem diese wohnen.

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