Bei sonnigem Frühherbstwetter gaben 36,3 Prozent der Wahlberechtigten in Brandenburg ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Potsdam mitteilte. Das waren sechs Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Im Vergleich mit der Bundestagswahl seien dies allerdings 5,2 Prozent weniger.

Bei der Ermittlung der Wahlbeteiligung seien die Briefwähler noch nicht berücksichtigt worden. Landtags- und Bundestagswahl finden erstmals seit der Wiedergründung des Bundeslandes 1990 an einem Tag statt. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

Die höchste Wahlbeteiligung gab es laut Landeswahlleiter im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dort hatten bis zum Zeitpunkt der Erhebung 41,2 Prozent ihre Stimme abgegeben. Die niedrigste Beteiligung mit 31,9 Prozent wurde in der kreisfreien Stadt Cottbus ermittelt. Im Landkreis Elbe-Elster lag die Wahlbeteiligung bei 40,8 Prozent, in Oberspreewald-Lausitz bei 40,2 Prozent. Auch Dahme- Spreewald lag mit 39,2 Prozent über dem Landestrend. Die Landeshauptstadt Potsdam traf mit 36,3 Prozent genau den Durchschnitt.

Zur Wahl des Deutschen Bundestages können sich die Bürger in 10 Wahlkreisen zwischen 12 Listen von Parteien und Gruppierungen sowie 110 Kandidaten entscheiden. Für die Landtagswahl sind es in 44 Wahlkreisen 13 Listen und insgesamt 443 Bewerber. In Brandenburg dürfen 31 000 junge Menschen erstmals ihre Stimme abgeben. In 28 märkischen Orten werden auch noch die hauptamtlichen Bürgermeister gewählt.

Insgesamt waren 3362 Wahlurnen aufgestellt. Für einen ordnungsgemäßen Verlauf der Stimmabgabe und der Auszählung sind rund 28 000 Wahlhelfer im Einsatz. Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr sind erste Prognosen und Hochrechnungen zu erwarten. Das vorläufige amtliche Endergebnis für die Bundestagswahl soll kurz nach Mitternacht, das Ergebnis für die Landtagswahl am frühen Morgen vorliegen.