Die bei einer „Zeit“-Journalistin sichergestellten Interview-Aufnahmen mit den Block-Kindern wird das Landgericht Hamburg bis auf Weiteres nicht auswerten. Das teilte die Gerichtspressestelle am Donnerstag mit. Demnach hat die Strafkammer am Mittwoch beschlossen, die Tonaufzeichnungen zunächst nicht anzurühren. Die Journalistin und der „Zeit“-Verlag hatten gegen die Sicherstellung Beschwerde eingelegt – auf ihren Antrag hin erging nun diese Entscheidung.
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Das Landgericht hatte die Tonaufzeichnungen am 12. Oktober sicherstellen lassen. Nach Androhung von Durchsuchungen bei der Redaktion und der Wohnung der Mitarbeiterin hatte die Journalistin die Aufnahmen herausgegeben. Nach Angaben der „Zeit“ waren sie zuvor versiegelt worden.
Zeit-Podcast macht geheime Aufnahmen im Fall Christina Block öffentlich
Die Existenz der Aufnahmen wurde durch einen Podcast mit dem Titel „Zeit Verbrechen: House of Block“ bekannt, der Ende September veröffentlicht worden war. Darin sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin Aufzeichnungen von Gesprächen zu hören, die die Journalistin zwei Wochen nach der Entführung der beiden Kinder von Christina Block aus Dänemark mit der Familie des Vaters führte.
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Vor der Strafkammer am Landgericht läuft seit Juli 2025 ein Prozess gegen Christina Block und sechs weitere Angeklagte. Die Unternehmerin bestreitet, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Rückholung ihrer Kinder erteilt zu haben.
dpa




