Sarah Kuttner ist an Brustkrebs erkrankt. Im Podcast „Das kleine Fernsehballett“ hat die Moderatorin und Autorin Details zu ihrer Diagnose öffentlich gemacht. „Um es kurz zu machen, auch weil eh alle Welt drüber schreibt und ich darüber dann nicht mehr so viel reden will, habe ich mir einen kleinen Brustkrebs eingefangen“, sagt Kuttner.

Sarah Kuttner macht Brustkrebs-Diagnose öffentlich: Tumor sei „so richtig schönes Mittelmaß“

Sie habe einen Tumor in ihrer rechten Brust, der rund drei Zentimeter groß sei. Es sei ein „mittelschwerer, mittelaggressiver Tumor“. „So richtig schönes Mittelmaß“, sagt die Moderatorin auf ironische Art. Sie sei nun ein „C-Girl“, womit sie auf den Krebs (engl.: cancer) anspielt. Sie habe bislang keine Beschwerden. „Ich hab ja grad nichts, außer diesen Drei-Zentimeter-Tumor in der Brust“, erklärt die ehemalige Viva-Moderatorin. Die Wechseljahre seien vorzeitig eingeleitet worden.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte Kuttner aus gesundheitlichen Gründen mehrere Termine für geplante Lesungen abgesagt. Eine Lesung in Osterburg fand statt. Bereits Ende September hatte sie in einem Instagram-Video von einer Vorsorgeuntersuchung erzählt, die Auffälligkeiten gezeigt habe. „Ich war gestern in der Frauenarztpraxis zur Krebsvorsorge und um es mit den Worten meiner Frauenärztin zu sagen: Scheiße“, sagte sie.

Brustkrebs bei Frauen: Die Heilungschancen stehen gut

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland und macht rund 30 Prozent aller Fälle aus. Die Heilungschancen sind in vielen Fällen gut: Rund 87 Prozent der Betroffenen leben auch fünf Jahre nach ihrer Diagnose noch.

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Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Chemotherapie über Bestrahlung bis hin zu Antikörpertherapien. Nebenwirkungen wie Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und die psychische Belastung begleiten viele Patienten jedoch über einen längeren Zeitraum.

Sarah Kuttner sagt wegen Brustkrebs-Diagnose alle Termine ab

Nach weiteren Untersuchungen ist klar, dass in der kommenden Zeit Operationen anstehen. Ob eine Chemotherapie oder andere Behandlungen nötig werden, stehe noch nicht fest. Alle geplanten Lesungen der nächsten Zeit müssten jedoch abgesagt werden, so Kuttner. Wie es um ihre für kommendes Jahr geplante Lesetour stehe, sei auch noch offen. „Eigentlich stirbt man daran nicht“, sagt die Moderatorin über den Brustkrebs. Vieles sei aber von der weiteren Behandlung abhängig. Und auch ihre psychische Gesundheit nannte sie als Faktor, der in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

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Ihren Podcast mit Stefan Niggemeier will die Moderatorin erst einmal weiterführen. Darin kritisiert sie das gesteigerte Interesse an ihrer Person, insbesondere an ihrer Erkrankung. Die Aufmerksamkeit sei „super eklig“ und stresse sie. Auch Kommentare unter ihren Videos – selbst aufmunternde Worte – seien nicht erwünscht.

Kuttner hätte an mehreren Terminen im Oktober und November eigentlich ihren Roman „Mama & Sam“ vorstellen sollen, der im vergangenen Jahr erschienen ist.

viv