Zusammenfassung

  • Matea (29) trägt die BRCA1-Genmutation, die ihr Risiko für Brust- und Eierstockkrebs stark erhöht
  • Sie entscheidet sich nach dem Tod ihrer Mutter für vorbeugende Operationen
  • Ihr Weg, die medizinischen Hintergründe und die Auswirkungen auf ihr Leben

Es waren wenige Worte, die Mateas Leben von Grund auf verändert haben: „Ich mach’s kurz“, sagte ein Arzt damals zu der 18-Jährigen und ihrer älteren Schwester. „Eine hat es, die andere nicht.“ Matea und ihre Schwester hatten sich auf eine Mutation des BRCA1-Gens untersuchen lassen, das zu den Brustkrebs-Genen gehört. Bei Matea konnte diese Mutation nachgewiesen werden. Während ihre Schwester in Tränen ausbrach, reagierte die junge Frau mit Galgenhumor: „Meine Schwester weint nur, weil sie keine Silikonbrüste bekommt.“ So erzählt sie es Jahre später. Verstanden habe Matea das Ausmaß der Diagnose in diesem Moment noch nicht.

Als Brustkrebsgene werden unter anderem die Gene BRCA1 und BRCA2 bezeichnet. Jeder Mensch trägt sie in sich. Funktionieren sie, reparieren sie Zellschäden und helfen, die Entstehung von Krebs zu verhindern. „Bei Nachweis einer Genveränderung im BRCA1 oder -2-Gen bestehen im Laufe des Lebens wesentlich erhöhte Wahrscheinlichkeiten, an Brustkrebs oder Eierstockkrebs zu erkranken“, erklärt Dr. med. Alma-Verena Müller-Rausch vom Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs in Hamburg.