Während die grau-braunen Wassermassen der Überschwemmung am Himalaja, in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet, durch Straßen und über Felder strömen, reißen sie das mit, was im Weg steht. Busse, Fassaden, Autos und Pflanzen – kaum etwas hält die Wassermengen auf, die durch die Dörfer in der Region krachen. Bis auf ein Gebäude: Ein nepalesisches Wohnhaus wird in den sozialen Netzwerken zum Internetstar, weil es alleine zwischen den Trümmern und dem Schlamm der Himalaja-Flut standhält.

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Mehrere Videos, unter anderem auf der Plattform X, zeigen das mintfarbene Gebäude, umgeben von den braun-grauen Wassermassen. Die Hausfassade wird zwar von den Fluten mit Schlamm bespritzt, allerdings bleibt das Haus in seiner Struktur stehen. Nicht einmal die Pflanzen auf dem Flachdach des Hauses fallen der Flut zum Opfer. Und auch nicht die drei Menschen, die sich vor den Fluten auf den Balkon im ersten Stock gerettet haben.

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Mitten in der Flut am Himalaja hält das Haus stand

Nach Medienberichten der „New York Times“ und des Magazins „Slate“ steht das Haus in dem Dorf Dhunge Bazaar und gehört der Familie Pyakurel. Von ihrem Balkon aus sind die Mitglieder der Familie erkennbar, die nur hilflos zuschauen können, wie die Wassermassen an ihrem Haus vorbeirauschen. Arm in Arm scheinen sie darum zu bangen, dass das Haus die Flutwelle heil übersteht – und wie durch ein Wunder funktioniert das.

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„Zuerst wussten wir nicht, was geschehen würde oder ob wir überleben würden “, erinnert sich Chhatra Bahadur Pyakurel laut „Slate“. Berichten zufolge habe er gerade seinen Enkel zur Bushaltestelle gefahren, als die Flutkatastrophe ihren Lauf nahm. Der Junge habe sich in die erhöht gebaute Schule retten können und auch dem Rest der Familie, die in dem mintgrünen Gebäude untergekommen war, sei nichts passiert.

Mittlerweile findet man das „Wunderhaus“ von Nepal sogar auf Maps

Für das Familienoberhaupt scheint laut „Slate“ festzustehen: Durch Gottes Schutz sei seiner Familie nichts passiert. Er vermutet, dass der Grund dafür, dass auch sein Haus als einziges in der näheren Umgebung die Fluten überstanden hat, die tief in den Fels gebohrten Pfeiler sind, die ihm als Grundgerüst dienen.

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Ob es nun an einer göttlichen Fügung, guter Architektur oder an einer ordentlichen Portion Glück lag – laut „Slate“ ist die grüne Villa inmitten der Verwüstung seit der Flut nun ein regelmäßiges Fotomotiv. Auch in den sozialen Netzwerken finden sich einige Videos des Hauses mitten in den braunen Fluten, die Trümmerteile und sogar einen Van vorbeispülen. Pyakurels Haus wird dort als Symbol der Widerstandsfähigkeit gefeiert. Mittlerweile findet sich das Haus sogar auf Google Maps – betitelt als „Miracle House“ („Wunderhaus“).