Eine vierköpfige deutsche Familie ist aus dem Katastrophengebiet in Nepal gerettet worden. Gemeinsam mit anderen Geretteten wurde sie per Hubschrauber zu einem Armeecamp in Battar Bazar gebracht, wie ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

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Derweil ist die Zahl der Toten nach der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge auf mehr als 500 gestiegen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden neben den 538 Toten weiterhin 977 Menschen vermisst, darunter 517 Ausländer.

China hatte bislang 5 Tote und 558 Vermisste gemeldet. Damit liegt die Gesamtzahl der Toten, die durch die Sturzflut am Mittwoch an der Grenze zwischen China und Nepal ums Leben kamen, bei 543. Nepals Katastrophenschutz gab außerdem an, dass 3742 Menschen bislang gerettet wurden, darunter 25 Ausländer. Noch immer werden damit mehr als 1400 Menschen vermisst, darunter auch zahlreiche ausländische Touristen, die in Nepal unterwegs waren.

Katastrophe in Nepal: Niedrige zweistellige Zahl Deutscher im Ausland vermisst

Am Mittag sprach die Bundesregierung von einer „niedrigen zweistelligen Zahl deutscher Staatsangehöriger“, die derzeit vermisst würden. „Darüber hinaus möchte ich aber um Verständnis bitten, dass wir keine Angaben zu einzelnen Personen machen können“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Das Ministerium bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung. 

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Sturzflut in Nepal: Gletscherabbruch, Klimawandel und Frühwarnsysteme
Im Krisenmodus
 

Zuvor hatte die nepalesische Tourismusbehörde von acht vermissten deutschen Staatsangehörigen gesprochen. Vier vermisste Deutsche gehörten zu einer Gruppe von ausländischen Pilgern – sie waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See in Tibet, als der Kontakt zu ihnen abriss, wie die nepalesische Reiseagentur Trekkers‘ Society mitteilte.

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„Wir haben alle diese schrecklichen Bilder gesehen. Das gesamte Ausmaß dieser Sturzfluten ist noch sehr schwer abzuschätzen. Auch die Lage in der betroffenen Region ist noch sehr, sehr unübersichtlich“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. 

Nepal: Behörden lehnen weitere internationale Fluthilfe derzeit ab

Deutschland sei über internationale Fonds an möglichen Hilfen beteiligt. Er sagte: „Wir stehen auch bereit, mit weiteren Mitteln die internationale Katastrophenhilfe zu unterstützen. Bislang allerdings, das ist Stand jetzt, haben die nepalesischen Behörden mitgeteilt, dass sie derzeit keine weitere internationale Unterstützung benötigen.“

Internationale Hilfsorganisationen berichten von massiven Auswirkungen der Flut im Grenzgebiet zwischen Nepal und China. Die Internationale Rotkreuz-Föderation (IFRK) schätzt, dass mindestens 93.000 Menschen von der Katastrophe betroffen sind. Darunter seien nicht nur Verletzte, sondern etwa auch die ehemaligen Bewohner der Tausenden zerstörten Häuser, sagte der IFRK-Vertreter in Nepal, David Fisher.

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„Die Schäden sind einfach unglaublich“, schilderte die lokale Vertreterin des UN-Nothilfebüros OCHA, Lila Pieters Yahia, die derzeit das Katastrophengebiet besucht. Mehr als 40 Brücken und 40 Kilometer Straße seien zerstört oder schwerbeschädigt. Auch Wasserkraftanlagen seien betroffen.

dpa/jcst