An den Stränden von Illetes und Cala Comtessa im Südwesten Mallorcas sind am vergangenen Wochenende mehrere Badegäste von kleinen Fischen gebissen worden, wie die Zeitung „Ultima Hora berichtet“. Nach Angaben Betroffener endeten einige der Bisse sogar mit kleinen blutenden Verletzungen.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Eine Betroffene berichtete, die Fische hätten wiederholt in die Beine gezwickt. Zunächst habe sie angenommen, die Tiere würden lediglich abgestorbene Haut entfernen. Im weiteren Verlauf seien die Bisse jedoch so kräftig geworden, dass Blut geflossen sei. Mehrere Menschen sollen von den Vorfällen betroffen gewesen sein.

Auch interessant

Experten haben eine Erklärung für die beißenden Fische

Nach Einschätzung von Experten handelt es sich vermutlich um Geißbrassen, eine im Mittelmeer verbreitete Meerbrassen-Art. Die Fische können bis zu 30 Zentimeter lang werden und besitzen kräftige Zähne. Besonders junge Tiere nähern sich nach Ansicht von Fachleuten zunehmend Menschen im flachen Wasser. Als mögliche Ursache gilt die steigende Wassertemperatur. Experten vermuten, dass wärmeres Meerwasser den Stoffwechsel der Fische anregt und ihren Nahrungsbedarf erhöht. Gleichzeitig verlieren vor allem Jungfische ihre Scheu vor Menschen und suchen in Ufernähe nach Nahrung.

Die Tiere gelten als natürliche „Putzer“ im Meer und ernähren sich unter anderem von abgestorbener Haut sowie Wundkrusten. Deshalb zielen die Bisse häufig auf Füße, Hände oder Beine – insbesondere dann, wenn Badegäste ruhig im Wasser stehen oder kleine Verletzungen wie aufgekratzte Mückenstiche oder Schürfwunden haben.

Ganz neu ist das Phänomen auf Mallorca nicht. Bereits seit dem Sommer 2023 wurden an verschiedenen Stränden der Insel ähnliche Vorfälle gemeldet, darunter an der Playa de Palma, in Sa Ràpita, S‘Estanyol, Cala Pi, Cala d‘Or und Cala Major. Im vergangenen Jahr sorgte insbesondere ein schwererer Biss an der Playa de Palma für Schlagzeilen. In diesem Sommer war Anfang Juni zudem eine Urlauberin aus Berlin in Cala Major betroffen. Sie berichtete von einem schmerzhaften Biss an der Wade, der zwar keine Blutung verursachte, sie jedoch erheblich erschreckte.

Nach Angaben von Experten verlaufen die meisten Verletzungen harmlos und heilen innerhalb kurzer Zeit ab. Badegäste mit blutenden Wunden oder Unsicherheiten sollten sich dennoch an die Rettungsschwimmer vor Ort wenden und die Vorfälle melden.