Spätestens seit dem öffentlich diskutierten Fall Ulmen/Fernandes ist die Debatte um Gewalt gegen Frauen mit neuer Wucht zurückgekehrt. Der Slogan „Nicht alle Männer, aber immer ein Mann“ wird besonders in den sozialen Medien heiß diskutiert. Viele Männer fühlen sich von dieser Aussage persönlich angegriffen. Aber auch von Frauen ist zu lesen, die sich gezwungen fühlen, ihre Partner in Schutz zu nehmen.
Was genau hinter diesem Slogan steckt, warum er so viele Emotionen auslöst und was Männer konkret machen können, um sich konstruktiv in diese Debatte einzubringen, erklärt Dr. Julia Gruhlich von der Universität Göttingen im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie ist Geschlechtersoziologin und Mitglied im DFG-Forschungsnetzwerk „Kritische Männlichkeitenforschung weiterdenken“.
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Dr. Julia Gruhlich, der Satz „Nicht alle Männer, aber immer ein Mann“ sorgt derzeit regelmäßig für starke Reaktionen. Ist diese Zuspitzung aus Ihrer Sicht ein Pauschalurteil?





