Tech-Milliardär Elon Musk macht sich offenbar Sorgen um den starken demografischen Rückgang in Italien. „Italien verschwindet“, beklagte der 54-jährige Großunternehmer, Vater von mindestens 14 Kindern aus etlichen Beziehungen und Leihmutterschaften, auf X. Sein Post wurde vom Bild einer italienischen Flagge mit einer Stadt in Brand begleitet.

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Der Italien-Fan Musk kommentierte die jüngsten Zahlen bezüglich der demografischen Entwicklung in Italien. 1,18 Kinder kamen 2024 auf jede Frau im gebärfähigen Alter. Das ist nach den Zahlen der italienischen Statistikbehörde Istat ein neuer historischer Tiefpunkt. Der bisher niedrigste Wert von 1,19 aus dem Jahr 1995 wurde unterschritten.
Europaweit ist das der Minusrekord. Schon im April hatte der Tesla-Gründer die Italiener vehement zum „Kindermachen“ aufgerufen. Musks Alarm ist nicht unbegründet. 1995 wurden in Italien 526.000 Kinder geboren, im vergangenen Jahr waren es noch 370.000. Dies ist der niedrigste Wert seit der Einigung Italiens im Jahr 1861.
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Das 16. Jahr in Folge sinkt die Geburtenrate in Italien. Die Statistiker melden 281.000 mehr Todesfälle als Geburten. Die klassische italienische Großfamilie existiert längst nicht mehr: Sie hat sich, statistisch gesehen, binnen 20 Jahren von 2,6 auf 2,2 Mitglieder verkleinert. Zugleich werden die Italiener immer älter: Die Lebenserwartung steigt rasch – 2024 lag sie bei durchschnittlich 83,4 Jahren, fünf Monaten mehr als im Vorjahr. Insgesamt leben in Italien heute weniger als 59 Millionen Menschen. Bis 2060 könnte ihre Zahl auf 37 Millionen zurückgehen.
Musk sorgt sich um Geburtenrate: „Italien verschwindet“
Der demografische Winter, der seit Jahren von vielen Politikern und vom Papst beklagt wird, ist inzwischen zum Permafrost geworden. Denn in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 setzte sich dieser negative Trend fort: Es kamen knapp 198.000 Kinder zur Welt – ein Rückgang um 6,3 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2024.
Der anhaltende Rückgang der Geburtenrate wird in Italien als nationale Notlage angesehen. Doch trotz der Ankündigungen von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, einer guten Freundin Musks, das Problem anzugehen, ist es bisher niemandem gelungen, die Entwicklung aufzuhalten.
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Immer mehr Italiener wandern aus
Dass Italien die Kinder ausgehen, belastet die alleinerziehende Mutter Meloni schwer, die sich die Förderung von Familie politisch auf die Fahne geschrieben hat. Sie ist darüber besorgt, dass Mütter in Italien inzwischen auch immer älter werden. Bei der Geburt ihres ersten Kindes waren sie im Jahr 2024 im Schnitt 32,6 Jahre alt – das sind über drei Jahre mehr als 1995. Damals lag das Durchschnittsalter bei der Geburt des ersten Kindes noch unter 30 Jahren (28,1 Jahre).
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Nicht nur der Geburtenrückgang belastet Italien. Immer mehr junge Italiener wandern aus, um im Ausland besser Berufsmöglichkeiten zu suchen. Besonders deutlich ist das Phänomen im deutschsprachigen Südtirol. Immer mehr gut ausgebildete junge Menschen verlassen Südtirol, häufig in Richtung Österreich, oder Deutschland. „Vor 15 Jahren waren es höchstens 1.500 Südtirolerinnen und Südtiroler im Alter zwischen 20 und 49 Jahren, die innerhalb von fünf Jahren in eines der benachbarten deutschsprachigen Länder übersiedelten; heute sind es rund 7.000“, erklärt Stefan Luther, Direktor des Südtiroler Arbeitsmarktservice.







