• Ob Laden oder Onlineshop: Beim Geschenkekauf gelten ganz unterschiedliche Regeln
  • Kulanz vom Händler oder Widerrufsrecht: Was gilt für meinen Kauf?
  • Die wichtigsten Infos über die Verbraucherrechte beim Umtausch

Das Schenken und Beschenktwerden ist besonders in der Weihnachtszeit eine kleine Herausforderung. Nicht jedes Präsent trifft den Geschmack oder erfüllt die Erwartungen. Oft steht daher der Umtausch an. Doch welche Rechte gelten im Geschäft und im Onlinehandel? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

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Geschenkekaufe im stationären Handel: Ist ein Händler zum Umtausch verpflichtet?

Geschenke, insbesondere Weihnachtsgeschenke, die im stationären Handel gekauft werden, können entgegen der weitverbreiteten Annahme nicht ohne Weiteres umgetauscht werden. Es ist ein Irrtum zu glauben, Kunden hätten grundsätzlich das Recht, alle Waren innerhalb von vierzehn Tagen zurückzugeben.

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Funktioniert die Ware einwandfrei und weist das Geschenk keinen Mangel auf, besteht keine Verpflichtung des Geschäfts, die Ware zurückzunehmen. Viele Händler zeigen sich jedoch in der Vorweihnachtszeit kulant und bieten freiwillige Umtauschmöglichkeiten an. Innerhalb des vereinbarten Zeitraums können Geschenke dann zurückgegeben oder umgetauscht werden. Ob der Kaufpreis erstattet oder ein Gutschein ausgestellt wird, liegt im Ermessen des Händlers.

24 schlaue Fakten rund um Weihnachten

Mit diesen 24 Fakten sind Sie fit fürs Fest. Geburt Jesu: Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Dieser wurde nach christlicher Lehre von Gott als Messias auf die Erde geschickt, um die Menschen zu erlösen. Seine Mutter Maria soll ihn jungfräulich empfangen haben.
Mit diesen 24 Fakten sind Sie fit fürs Fest. Geburt Jesu: Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Dieser wurde nach christlicher Lehre von Gott als Messias auf die Erde geschickt, um die Menschen zu erlösen. Seine Mutter Maria soll ihn jungfräulich empfangen haben.© Getty Images | sedmak
Heiligabend: Am Abend des 24. Dezember findet in Deutschland traditionell die Bescherung statt. Heiligabend ist der Vorabend des Weihnachtsfests, das somit erst am 25. Dezember gefeiert wird.
Heiligabend: Am Abend des 24. Dezember findet in Deutschland traditionell die Bescherung statt. Heiligabend ist der Vorabend des Weihnachtsfests, das somit erst am 25. Dezember gefeiert wird.© Getty Images/iStockphoto | GMVozd
Geschenke: Der Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, geht auf Martin Luther zurück, der dies ab 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagierte.
Geschenke: Der Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, geht auf Martin Luther zurück, der dies ab 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagierte.© dpa | Rolf Vennenbernd
Tannenbaum: Heute zentrales Element der Weihnachtsfeier, fand man den Christbaum bis ins 18. Jahrhundert zunächst nur an Fürstenhöfen und in der Oberschicht. Im Krieg gegen Frankreich ließ der preußische König ihn 1870/71 in den Unterständen und Lazaretten aufstellen, von wo aus er sich verbreitete.
Tannenbaum: Heute zentrales Element der Weihnachtsfeier, fand man den Christbaum bis ins 18. Jahrhundert zunächst nur an Fürstenhöfen und in der Oberschicht. Im Krieg gegen Frankreich ließ der preußische König ihn 1870/71 in den Unterständen und Lazaretten aufstellen, von wo aus er sich verbreitete.© dpa | Caroline Seidel
Krippe: Die Idee von der Futterkrippe als Geburtsort Jesu lässt sich schon im Frühchristentum nachweisen. Populär wurde die Inszenierung durch Franz von Assisi. In vielen Gottesdiensten wird die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel nacherzählt.
Krippe: Die Idee von der Futterkrippe als Geburtsort Jesu lässt sich schon im Frühchristentum nachweisen. Populär wurde die Inszenierung durch Franz von Assisi. In vielen Gottesdiensten wird die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel nacherzählt.© dpa-tmn | Patrick Seeger
Heilige Drei Könige: Auch sie gehören zu jedem ordentlichen Krippenspiel, denn die "Weisen aus dem Morgenland" sind nach christlichem Glauben durch den Stern von Betlehem zur Geburtsstätte Jesu geführt worden.
Heilige Drei Könige: Auch sie gehören zu jedem ordentlichen Krippenspiel, denn die "Weisen aus dem Morgenland" sind nach christlichem Glauben durch den Stern von Betlehem zur Geburtsstätte Jesu geführt worden. © Getty Images/iStockphoto | Rawpixel
Baumschmuck: Hing man früher Äpfel, Nüsse oder selbst gemachtes Gebäck an den Weihnachtsbaum, setzten sich später Glaskugeln und Lichterketten durch.
Baumschmuck: Hing man früher Äpfel, Nüsse oder selbst gemachtes Gebäck an den Weihnachtsbaum, setzten sich später Glaskugeln und Lichterketten durch.© Getty Images | Jack Taylor
Lametta: Immer seltener sieht man hingegen diese Glitzerfäden – besonders seit der letzte deutsche Lametta-Hersteller die Produktion Ende 2015 einstellte. Damit ist Opa Hoppenstedts Weisheit heute umso treffender: "Früher war mehr Lametta."
Lametta: Immer seltener sieht man hingegen diese Glitzerfäden – besonders seit der letzte deutsche Lametta-Hersteller die Produktion Ende 2015 einstellte. Damit ist Opa Hoppenstedts Weisheit heute umso treffender: "Früher war mehr Lametta."© Getty Images/iStockphoto | PoppyPixels
Weihnachtsfilme: Alle Jahre wieder beglücken uns die Programmmacher mit den gleichen immerguten Klassikern. Eine besonders große Fangemeinde hat das Märchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel".
Weihnachtsfilme: Alle Jahre wieder beglücken uns die Programmmacher mit den gleichen immerguten Klassikern. Eine besonders große Fangemeinde hat das Märchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel".© Getty Images/iStockphoto | ljubaphoto
Weihnachtsessen: Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, stehen die Deutschen nicht auf Experimente. Gänsebraten ist in vielen Familien Standard. Nur ein Gericht ist noch beliebter: Kartoffelsalat mit Bockwürstchen oder Frikadellen.
Weihnachtsessen: Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, stehen die Deutschen nicht auf Experimente. Gänsebraten ist in vielen Familien Standard. Nur ein Gericht ist noch beliebter: Kartoffelsalat mit Bockwürstchen oder Frikadellen.© Getty Images | GMVozd
Christmette: Ursprünglich ist sie das in der Heiligen Nacht gesungene Stundengebet, heute meint man mit "Christmette" aber meist die heilige Messe, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Sie beginnt traditionell um Mitternacht, in vielen Gemeinden aber auch schon um 22 oder 23 Uhr.
Christmette: Ursprünglich ist sie das in der Heiligen Nacht gesungene Stundengebet, heute meint man mit "Christmette" aber meist die heilige Messe, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Sie beginnt traditionell um Mitternacht, in vielen Gemeinden aber auch schon um 22 oder 23 Uhr.© Getty Images | cmart7327
Weihnachtslieder: In Deutschland gibt es kaum ein anderes Weihnachtslied, das so beliebt ist wie "Stille Nacht, heilige Nacht". Erstmals aufgeführt wurde es 1818 in einer Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Weitere beliebte Lieder sind zum Beispiel "Oh Tannenbaum" oder "Alle Jahre wieder".
Weihnachtslieder: In Deutschland gibt es kaum ein anderes Weihnachtslied, das so beliebt ist wie "Stille Nacht, heilige Nacht". Erstmals aufgeführt wurde es 1818 in einer Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Weitere beliebte Lieder sind zum Beispiel "Oh Tannenbaum" oder "Alle Jahre wieder".© dpa | Michael Kappeler
Christkind oder Weihnachtsmann? Wer in Deutschland die Geschenke bringt, hängt von der Region ab. Anfang des 20. Jahrhunderts soll der Weihnachtsmann für den evangelischen Norden und Nordosten zuständig gewesen sein, das Christkind für den Westen und Süden. Heute ist der Weihnachtsmann populärer – mit freundlicher Unterstützung der Werbung.
Christkind oder Weihnachtsmann? Wer in Deutschland die Geschenke bringt, hängt von der Region ab. Anfang des 20. Jahrhunderts soll der Weihnachtsmann für den evangelischen Norden und Nordosten zuständig gewesen sein, das Christkind für den Westen und Süden. Heute ist der Weihnachtsmann populärer – mit freundlicher Unterstützung der Werbung.© dpa | Privat
Rentiere: Da der Weihnachtsmann immer mehr zu tun bekommt, kann er froh über seine Helfer sein. Neun Rentiere ziehen angeblich seinen Schlitten, das bekannteste von ihnen: Rudolph mit der roten Nase.
Rentiere: Da der Weihnachtsmann immer mehr zu tun bekommt, kann er froh über seine Helfer sein. Neun Rentiere ziehen angeblich seinen Schlitten, das bekannteste von ihnen: Rudolph mit der roten Nase.© dpa | Steve Parsons
Weihnachtspost: Auch in diesem Jahr beantworten Weihnachtsmann und Christkind wieder fleißig Briefe von Kindern aus aller Welt. Insgesamt sieben Weihnachtspostfilialen gibt es: in Himmelpfort, Engelskirchen, Himmelsthür, Himmelpforten, Nikolausdorf, Himmelstadt und St. Nikolaus.
Weihnachtspost: Auch in diesem Jahr beantworten Weihnachtsmann und Christkind wieder fleißig Briefe von Kindern aus aller Welt. Insgesamt sieben Weihnachtspostfilialen gibt es: in Himmelpfort, Engelskirchen, Himmelsthür, Himmelpforten, Nikolausdorf, Himmelstadt und St. Nikolaus.© dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Santa-Claus-Erfinder: Manch einer glaubt ja, Coca-Cola hätte den Weihnachtsmann, wie wir ihn kennen, erfunden. Tatsächlich war es aber der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast, der ab 1862 für die Zeitschrift "Harper’s Weekly" Bilder von einem pausbäckigen Weihnachtsmann zeichnete.
Santa-Claus-Erfinder: Manch einer glaubt ja, Coca-Cola hätte den Weihnachtsmann, wie wir ihn kennen, erfunden. Tatsächlich war es aber der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast, der ab 1862 für die Zeitschrift "Harper’s Weekly" Bilder von einem pausbäckigen Weihnachtsmann zeichnete.© dpa | Yui Mok
Advent: Bezeichnet die Zeit, in der sich die Christen auf Weihnachten vorbereiten. Es ist eine Zeit der Besinnung. Wesentlicher Teil ist der Adventskranz, dessen vier Kerzen jeweils an den Sonntagen vor dem Fest angezündet werden.
Advent: Bezeichnet die Zeit, in der sich die Christen auf Weihnachten vorbereiten. Es ist eine Zeit der Besinnung. Wesentlicher Teil ist der Adventskranz, dessen vier Kerzen jeweils an den Sonntagen vor dem Fest angezündet werden.© dpa | Peter Gercke
Adventskalender: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zählen Kinder in Deutschland die Tage bis Weihnachten mithilfe von Adventskalendern. Hinter oder in den 24 Türen, Täschchen oder Säckchen finden sich vor allem kleine Leckereien.
Adventskalender: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zählen Kinder in Deutschland die Tage bis Weihnachten mithilfe von Adventskalendern. Hinter oder in den 24 Türen, Täschchen oder Säckchen finden sich vor allem kleine Leckereien. © dpa | Patrick Pleul
Weihnachtsmärkte: Weltweit bekannt ist diese deutsche Tradition. Im Advent werden auf Weihnachtsmärkten quer durch die Republik Kunsthandwerk, Deko und Lebensmittel angeboten. In vielen Ländern gibt es Märkte nach deutschem Vorbild.
Weihnachtsmärkte: Weltweit bekannt ist diese deutsche Tradition. Im Advent werden auf Weihnachtsmärkten quer durch die Republik Kunsthandwerk, Deko und Lebensmittel angeboten. In vielen Ländern gibt es Märkte nach deutschem Vorbild.© dpa | Daniel Bockwoldt
Glühwein: Kein Weihnachtsmarkt ohne dieses Heißgetränk. Er besteht aus Rot- oder Weißwein, der mit Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Nelken und Zitronenschale erhitzt und gesüßt wird. Erstmals abgefüllt zu kaufen gab es Glühwein 1956.
Glühwein: Kein Weihnachtsmarkt ohne dieses Heißgetränk. Er besteht aus Rot- oder Weißwein, der mit Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Nelken und Zitronenschale erhitzt und gesüßt wird. Erstmals abgefüllt zu kaufen gab es Glühwein 1956.© Getty Images/iStockphoto | fermate
Weihnachtsplätzchen: Ein schöner Zeitvertreib nicht nur mit Kindern ist im Advent das Plätzchenbacken. Besonders beliebt bei den Deutschen sind Ausstechkekse, gefolgt von Vanillekipferl und Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladen-Füllung.
Weihnachtsplätzchen: Ein schöner Zeitvertreib nicht nur mit Kindern ist im Advent das Plätzchenbacken. Besonders beliebt bei den Deutschen sind Ausstechkekse, gefolgt von Vanillekipferl und Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladen-Füllung.© Getty Images/iStockphoto | evgenyatamanenko
Christstollen: Eher was für Profis ist dieses Hefegebäck, dass traditionell mit Rosinen, Zitronat und Orangeat gefüllt wird. Es gibt den Christstollen jedoch auch mit Marzipan, Mandeln, Nuss oder Mohn.
Christstollen: Eher was für Profis ist dieses Hefegebäck, dass traditionell mit Rosinen, Zitronat und Orangeat gefüllt wird. Es gibt den Christstollen jedoch auch mit Marzipan, Mandeln, Nuss oder Mohn.© Getty Images/iStockphoto | MKucova
Weiße Weihnachten: Wird stets gewünscht, tritt jedoch nur selten ein. Von weißer Weihnacht spricht man, wenn in der Zeit von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag entweder Schnee fällt oder Schnee liegt. Das Gefühl, früher habe es an Weihnachten häufiger Schnee gegeben, ist übrigens falsch. Je nach Region ist der Trend sogar genau umgekehrt.
Weiße Weihnachten: Wird stets gewünscht, tritt jedoch nur selten ein. Von weißer Weihnacht spricht man, wenn in der Zeit von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag entweder Schnee fällt oder Schnee liegt. Das Gefühl, früher habe es an Weihnachten häufiger Schnee gegeben, ist übrigens falsch. Je nach Region ist der Trend sogar genau umgekehrt.© Getty Images | svetikd
Weihnachtslotterie: Das spanische Glücksspiel "El Gordo" (Der Dicke) ist die älteste und größte Lotterie der Welt. 2016 wurden mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgespielt. "El Gordo" findet jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember statt.
Weihnachtslotterie: Das spanische Glücksspiel "El Gordo" (Der Dicke) ist die älteste und größte Lotterie der Welt. 2016 wurden mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgespielt. "El Gordo" findet jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember statt. © dpa | Carola Frentzen

Einkaufen im Internet: Was gilt bei Online-Käufen von Geschenken?

Im Onlinehandel genießen Verbraucher erweiterte Rechte. Während Kunden im stationären Handel die Möglichkeit haben, Geschenke vor dem Kauf anzusehen, zu prüfen oder auszuprobieren, soll ihnen im Internet ein vergleichbarer Schutz zustehen. Daher gilt hier das Widerrufsrecht. Innerhalb von vierzehn Tagen nach Erhalt der Ware können Käufer den Vertrag ohne Angabe von Gründen rückgängig machen. Ein Mangel muss dafür nicht vorliegen.

Gerade in der Weihnachtszeit werben viele Onlinehändler mit besonders großzügigen Rückgabefristen. Häufig finden sich Angebote wie „Rückgabe möglich bis zum 15. Januar“ oder „30 Tage Zeit für Ihre Rücksendung“. Solche erweiterten Fristen beruhen jedoch auf freiwilligen Regelungen der einzelnen Händler und gelten nicht automatisch für alle Onlineshops.

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Bei einer Rückgabe ist es wichtig, das Geschenk nicht einfach ohne Mitteilung zurückzusenden. Viele Onlineshops stellen dafür verschiedene Möglichkeiten bereit, etwa eine beiliegende Widerrufserklärung, die ausgefüllt und zurückgeschickt werden kann. Alternativ können Käufer den Händler telefonisch oder per E-Mail innerhalb der vierzehntägigen Frist über den Widerruf informieren.

Wer übernimmt die Rücksendekosten?

Nach den gesetzlichen Vorgaben tragen Kunden in der Regel die Kosten für die Rücksendung. Viele Onlinehändler gehen jedoch unterschiedlich mit dieser Regelung um. Einige bieten die Möglichkeit, ein Rücksendeetikett anzufordern oder legen es der Lieferung direkt bei. Ein genereller Anspruch auf eine kostenlose Rücksendung besteht jedoch nicht.

Das Geschenk war ein Fehlgriff? Diese Rechte und Fristen gelten für Verbraucher beim Umtausch im Geschäft und im Onlinehandel.
Das Geschenk war ein Fehlgriff? Diese Rechte und Fristen gelten für Verbraucher beim Umtausch im Geschäft und im Onlinehandel.© dpa | Stefan Puchner

Rechte bei Privatkäufen im Internet oder besonderen Produktgruppen

Auch beim Onlinekauf gibt es Ausnahmen vom Widerrufsrecht. Bei privaten Verkäufen, etwa über Kleinanzeigenportale, findet das gesetzliche Widerrufsrecht keine Anwendung. Gleiches gilt für bestimmte Produktgruppen wie frische Lebensmittel, geöffnete Hygieneartikel oder individuell angefertigte Waren, die speziell nach den Wünschen der Kundschaft hergestellt wurden. Ebenso sind Eintrittskarten und Tickets für Veranstaltungen mit festgelegtem Datum vom Widerrufsrecht ausgenommen.

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Reklamation: Können Geschenke umgetauscht werden?

Bei mangelhaften Waren haben Verbraucher bei einem Neukauf das Recht, eine Reklamation beim Händler einzureichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geschenk im Geschäft oder online erworben wurde. Das Reklamationsrecht gilt in beiden Fällen gleichermaßen und ist gesetzlich verankert.

Im Rahmen einer Reklamation kann der Händler entscheiden, ob das Produkt repariert oder durch eine gleichwertige, mangelfreie Ware ersetzt wird. Ist beides nicht möglich, besteht die Option auf eine Preisminderung oder die Rückerstattung des Kaufbetrags.

Kommt es zu einem Streitfall, liegt die Beweislast beim Händler. Innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Kauf muss er nachweisen, dass die Ware bei Übergabe fehlerfrei war und ein später entstandener Schaden beispielsweise auf unsachgemäße Nutzung zurückzuführen ist.

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Schmerzensgeld? Was gilt bei verspäteten Geschenken?

Verspätete Lieferungen von Geschenken sind nicht nur ärgerlich, sondern auch unangenehm, wenn man zu einem Anlass mit leeren Händen dasteht. Ein Anspruch auf eine Art Schmerzensgeld besteht in solchen Fällen jedoch nicht. Ebenso wenig können Käufer bei einem kurzfristigen Geschenkekauf eine Preisreduzierung oder eine ähnliche Entschädigung verlangen.

Sollte das Geschenk nach Weihnachten oder einem anderen Anlass keine Verwendung mehr finden, kann das Widerrufsrecht in Anspruch genommen werden.

Können Gutscheine umgetauscht werden?

Eine gesetzliche Verpflichtung zum Umtausch von Gutscheinen besteht nicht. In der Regel können sie daher weder zurückgegeben noch erstattet werden, und Käufer sind auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Manche Geschäfte oder Onlineanbieter zeigen sich kundenfreundlich und bieten individuelle Lösungen an, etwa den Umtausch gegen einen neuen Gutschein oder eine Verlängerung der Gültigkeit. Dennoch sollten die Erwartungen in solchen Fällen realistisch bleiben.