Ex-Biathletin Laura Dahlmeier ist tot. Die ehemalige Profisportlerin starb vergangene Woche mit 31 Jahren bei einer Bergtour auf dem Laila Peak in Pakistan – und lässt Fangemeinde und Weggefährten fassungslos zurück. Eine ganze Reihe von Faktoren verursacht das tödliche Unglück in 5700 Metern Höhe. Gerade diese Verkettung von Umständen macht für Ex-Biathlet Michael Greis die Dramatik ihres viel zu frühen Todes aus.

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Der „Münchner Abendzeitung“ sagte der dreifache Olympiasieger: „Ich fürchte, man muss einfach sagen: Das war ihr Schicksalstag – und so hart es ist, so schwer es zu akzeptieren ist, aber wenn man sich die Verkettung unglücklicher Umstände ansieht – den Steinschlag, das schlechte Wetter, die Seilgefährtin, die nicht mehr zu ihr vorstoßen konnte – war es wohl einfach so, dass ihre Zeit abgelaufen war. Schrecklich.“

Michael Greis über Laura Dahlmeier: „Sie war eine brutal gute Bergsteigerin“
Dahlmeier sei eine erfahrene Bergsteigerin gewesen, so Greis. „Keine Hasardeurin, die dem Höhenrausch erlegen ist. Ganz im Gegenteil.“ Der 48-Jährige beschreibt sie als überlegt und risikobewusst, methodisch und analysierend. Weiter sagt er: „Sie war eine brutal gute Bergsteigerin und sich des Risikos, das ein solcher Extremsport, in dem man sich der Natur und seinen Kräften aussetzt, immer bewusst. Laura hat sich, soweit ich das beurteilen kann, nie fahrlässig einer Gefahr ausgesetzt. Ja, sie genoss dieses Abenteuer in den Bergen, aber alles in den Grenzen, die dir die Natur vorgibt.“
Der „Abendzeitung“ erzählt Greis zudem, was ihn an Dahlmeier am meisten beeindruckt hat: „Wie unglaublich reflektiert sie immer war. Man hatte immer das Gefühl, sie ruht vollkommen in sich und ist in der Lage, eine Situation aus der Vogel- oder Himmelsperspektive zu betrachten und zu bewerten.“ Dahlmeier habe eine „sehr erwachsene, fast schon weise Seele gehabt“.
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Michael Greis gewann bei den Olympischen Spielen von Turin 2006 drei Goldmedaillen in den Disziplinen Einzel, Massenstart und Staffel und holte 2004, 2007 und 2008 Gold bei Weltmeisterschaften. Ende 2012 beendete er seine Karriere als aktiver Biathlet. Er arbeitet als Biathlontrainer und gelegentlich als TV-Experte.
Nach Dahlmeier-Unglück: Laila Peak weiterhin für Kletterer geöffnet
Dahlmeier war zu Beginn der Woche auf dem Laila Peak im Karakorum-Gebirge auf 5.700 Metern Höhe tödlich verunglückt. Die zweifache Olympiasiegerin wurde beim Abseilen von einem Steinschlag getroffen. Bergungsversuche scheiterten aufgrund widriger Wetterumstände.
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Der Laila Peak liegt unweit des K2 nahe der Grenze zu China. Lawinen und Unwetter stellen dort ein hohes Risiko für Bergsteiger dar. Nach Angaben von Regierungssprecher Faraq sind in der Region allein dieses Jahr mit Dahlmeier bereits drei Kletterer ums Leben gekommen. Dennoch: Der Berg ist aktuell für Kletterer weiterhin geöffnet. Die Schließung von Bergen nach Unglücken sei keine gängige Praxis, so der Behördensprecher.
dpa/bee






