Vor einer Woche hatte der sich Fluss Guadalupe in Texas in einen todbringenden Strom verwandelt. Knapp 120 Tote wurden geborgen, aber noch immer werden unzählige Menschen vermisst. Am Freitag will US-Präsident Donald Trump in das Katastrophengebiet reisen. Mit dabei sein wird seine Ehefrau und First Lady Melania, wie das Weiße Haus ankündigte. Die beiden werden am Mittag in Kerrville erwartet. Das umliegende Gebiet Kerr County ist besonders heftig von den heftigen Überschwemmungen betroffen. 

Sturzflut in Texas: Mindestens 36 Kinder sterben

Nach übereinstimmenden US-Medienberichten kamen bei der Sturzflut-Katastrophe in Texas mindestens 119 Menschen ums Leben. Allein im Gebiet Kerr County sei der Tod von 95 Menschen gemeldet worden, darunter seien 36 Kinder, sagte der Sheriff des Gebiets, Larry Leitha, am Donnerstag. In der Region werden auch noch mehr als 160 Menschen vermisst.

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Die oppositionellen Demokraten kritisieren den Präsidenten, weil dessen Regierung Einschnitte beim Wetterdienst NWS und der Klimaschutzbehörde NOAA auf den Weg gebracht hatte. Der Chef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, fordert von der US-Regierung eine Untersuchung, ob „Personalmangel bei wichtigen örtlichen Stützpunkten des Nationalen Wetterdienstes zu dem katastrophalen Verlust von Leben und Eigentum während der tödlichen Flut beigetragen hat“.

Vorwürfe: Wichtige Posten beim Wetterdienst sind unbesetzt

Die „New York Times“ und andere Medien hatten nach den Überschwemmungen berichtet, in NWS-Büros in den texanischen Städten San Antonio und San Angelo nahe dem Flutgebiet seien wichtige Posten unbesetzt – darunter der eines Meteorologen, der unter anderem für Warnmeldungen zuständig ist. Die Zeitung schrieb, die Zahl offener Stellen in den beiden Büros habe sich seit Trumps Amtsantritt im Januar verdoppelt.

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Anschuldigungen gibt es auch von Beamten der Federal Emergency Management Agency (FEMA). Sie sagen, die veränderte Genehmigungspraxis für die Behörde habe dazu geführt, dass die Einsatzkräfte erst 72 Stunden später in das Krisengebiet reisen und die dortigen Helfer unterstützen konnten.

dpa/AFP/jle