Die Zahl der Toten bei der Sturzflut-Katastrophe im südlichen US-Bundesstaat Texas steigt weiter. Nach übereinstimmenden US-Medienberichten kamen dabei mindestens 119 Menschen ums Leben. Allein im besonders verwüsteten Gebiet Kerr County sei der Tod von 95 Menschen gemeldet worden, darunter 36 Kinder, sagte der Sheriff des Gebiets, Larry Leitha, am Mittwochvormittag (Ortszeit). In der Region werden auch noch mehr als 160 Menschen vermisst.

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Ein Vertreter der örtlichen Polizeibehörde rief die Bevölkerung auf, die Behörden zu informieren, wenn als vermisst gemeldete Angehörige sicher wieder nach Hause gekehrt seien. Man müsse die Zahlen so akkurat wie möglich halten, betonte er.

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Auch im Nachbarstaat von Texas, in New Mexico, gab es Tote infolge von Wassermassen, die durch den Bergort Ruidoso rauschten. Ein Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, ein vierjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge kamen nach Angaben der örtlichen Behörden ums Leben.

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Auf Videos in den sozialen Netzwerken war zu sehen, wie eine Flutwelle durch den Ort rauschte und ein ganzes Haus mit sich riss. Der Fluss Rio Ruidoso sei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) auf einen Pegelstand von mehr als sechs Metern angestiegen, teilten die Behörden mit – der bisherige Rekordstand habe bei etwa viereinhalb Metern gelegen. Rettungskräfte seien mehr als 50 Mal im Einsatz gewesen. 

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Heftige Regenfälle seien auf Gebiete gefallen, in denen im vergangenen Jahr Waldbrände gewütet hatten, teilten die Behörden weiter mit. Der Boden dort habe das Wasser nicht aufnehmen können, sagte der Bürgermeister von Ruidoso, Lynn Crawford, einem lokalen Radiosender. Vor den Regenfällen sei der Fluss so schmal gewesen, „dass man darüber hätte springen können“.

Crawford sprach auch von Gaslecks, Schlammlawinen und unter Wasser stehenden Brücken. Einige Menschen seien im Krankenhaus. Die Gouverneurin von New Mexico, Michelle Lujan Grisham, erklärte für das betroffene Gebiet den Notstand, um Einsatzteams und Bundesmittel für Ruidoso bereitzustellen. „Diese Krise erfordert sofortiges Handeln“, teilte sie auf Facebook mit.

dpa