Seit Freitag wurden keine Überlebenden der Flutkatastrophe in Zentraltexas mehr gefunden. Im am stärksten betroffenen Gebiet Kerr County werden aber noch immer mehr als 160 Menschen vermisst. 111 Tote wurden inzwischen geborgen. Und mit jedem Tag schwinden die Chancen, Menschen noch lebend zu finden.

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Besonders tragisch: Aufgrund von neuen Genehmigungsregeln der Trump-Regierung konnten die Koordinierungseinheit der Such- und Rettungstrupps erst später ihre Arbeit aufnehmen als üblich.

Teile von Texas am Freitag von Sturzflut überschwemmt

Als das Wasser des Guadalupe River in Texas am frühen Freitagmorgen anstieg, machten sich die Einsatzkräfte der Federal Emergency Management Agency (FEMA) sofort bereit, um Hilfe zu leisten und Suchtrupps loszuschicken und die lokalen Katastrophenhelfer in Texas zu unterstützen.

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Über den gesamten Staat hätten sie Hilfseinheiten verteilen können, wie es heißt. Doch ihre Arbeit aufnehmen konnten sie zunächst nicht. Denn das Team habe zunächst vor bürokratischen Hürden gestanden, die ihren Einsatz verzögert hätten. Das schreibt der Sender CNN unter Berufung auf vier Beamte.

FEMA muss Ausgaben durch Heimatschutzministerium absegnen lassen

Das US-Heimatschutzministerium ist für die FEMA zuständig. Seit Heimatschutzministerin Kristi Noem im Amt ist, muss die Behörde Ausgaben ab einer Summe von 100.000 US-Dollar von Noem persönlich genehmigen lassen. Vorher wird kein Geld bereitgestellt und die Einsatzkräfte beginnen ihre Arbeit nicht.

Die Heimatschutzministerin kam am Tag nach Beginn der Fluten nach Texas.
Die Heimatschutzministerin kam am Tag nach Beginn der Fluten nach Texas.© AP/dpa | Rodolfo Gonzalez

Bei der FEMA gehen die Ausgaben für die Katastrophenhilfe aber schnell in die Milliarden, erklärt CNN. Die Regierung unter Trump will die Ausgaben für die Behörde jedoch stark einkürzen und den örtlichen Katastrophenschutzbehörden mehr Zugeständnisse machen. Das heißt, für so ziemlich jeden kleinen Schritt muss sich die Rettungseinheit das Okay im Ministerium holen. Die Beamten kritisieren das. Sie sagen, ihre Arbeitsfähigkeit und Autonomie werde somit stark eingeschränkt. Ein vorausschauendes Arbeiten und schnelles Handeln sei so nicht möglich.

US-Ministerin Noem habe Einsatz der Helfer erst 72 Stunden später genhemigt

In der Vergangenheit habe die FEMA die speziell für solche verheerenden Überschwemmungen ausgebildeten Teams schnell ins Katastrophengebiet geschickt, um gezielt zu jenen Orten zu gelangen, in denen sie gebraucht wurden. Doch die Entsendung der Rettungskräfte sei ohne die Zustimmung der Ministerin nicht möglich gewesen. CNN berichtet, Noem habe den Einsatz erst 72 Stunden später, am Montag nach den starken Regenfällen, genehmigt.

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Der Bundesstaat Texas hatte Luftbilder zur besseren Orientierung und zum Auffinden von Vermissten bei der FEMA angefordert. Doch aufgrund der fehlenden Genehmigung kamen diese Bilder erst Tage später. Hätte bei der texanischen Flutwasserkatastrophe, ausgelöst durch starke Regenfälle, mehr Menschen gerettet werden können? Ungewiss.

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Als das Wasser anstieg, hatten viele Menschen an den Ufern des Guadalupe gezeltet. Der Fluss ist ein beliebtes Ausflugsziel. Unmittelbar am Wasser gelegen ist auch das christliche Mädchencamp „Mystic“. Kinder und Betreuer wurden von den Wassermassen überrascht, etwa 30 Kinder starben.