In den USA ist es künftig verboten, intime Aufnahmen ohne Zustimmung der Betroffenen zu veröffentlichen – auch mit Künstlicher Intelligenz erstellte Fake-Videos sind betroffen. Damit will die Trump-Regierung vor allem gegen sogenannten „revenge porn“ (dt. „Racheporno“) vorgehen. Donald Trump unterzeichnete am Montag unter den Augen seiner Frau Melania ein entsprechendes Gesetz. Der Kongress hatte es bereits zu Trumps Amtsantritt mit großer überparteilicher Mehrheit beschlossen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Seit dem Aufkommen von KI-Bildern würden „unzählige Frauen mit Deepfakes und anderen expliziten Bildern belästigt, die gegen ihren Willen verbreitet werden“, sagte Trump bei einem Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses neben seiner Frau Melania. Wer absichtlich intime Bilder ohne Zustimmung der Betroffenen verbreite, müsse nun mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen, betonte Trump. 

Melania Trump setzte sich für Deepfakes-Verbot ein

Bei Deepfakes handelt es sich um Fotos oder Videos, die täuschend echt wirken, aber mit KI erstellt sind. So gibt es inzwischen zahlreiche Anwendungen, mit denen Nutzer ohne viel Aufwand gefälschte pornografische Bilder von Prominenten oder Bekannten erstellen können. In den USA gab es hunderte Fälle an Schulen, in denen solche Nacktaufnahmen von Mädchen verbreitet wurden. Oft veröffentlichen auch enttäuschte Liebhaber aus Rache Nacktbilder im Internet.

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Das neue Gesetz verpflichtet Online-Plattformen, solche Aufnahmen bei Beschwerden schnell aus dem Netz zu nehmen. Melania Trump hatte sich persönlich für die neuen Regeln eingesetzt. Sie sprach von einem „Sieg, der Eltern und Familien dabei helfen wird, Kinder vor Online-Ausbeutung zu schützen“. Die Grundrechte-NGO Electronic Frontier Foundation (EFF) spricht dagegen von einer Einschränkung der Meinungsfreiheit.

lro/AFP