Es war sein erster Einsatz als Rettungsschwimmer der US-amerikanischen Küstenwache – und dabei wurde er schon zum Helden: Scott Ruskan heißt der Mann, der in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) für seinen Mut und sein beherztes Eingreifen gefeiert wird. Denn als die Flutkatastrophe am 4. Juli über Texas hereinbrach, rettete er 169 Menschen, darunter viele Kinder, das Leben.

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Die Küstenwache und das US-Heimatschutzministerium ehrten den 26 Jahre alten Mann mit einem Beitrag in den sozialen Netzwerken. „Es war sein erster Einsatz. Er leitete die Triage-Koordination während des größten Teils der Operation und half dabei, die Opfer, darunter auch Mädchen aus Camp Mystic, zu den Rettungshubschraubern zu bringen“, heißt es dort. Dazu posteten die Behörden drei Fotos des jungen Mannes, die ihn in seiner Ausrüstung als Rettungsschwimmer zeigen. „Big Rusk“ steht in Anspielung auf seinen Namen auf der Vorderseite seines Helms.
Kristi Noem, US-Heimatschutzministerin, nennt Retter von Texas einen „amerikanischen Helden“
Auch Kristi Noem, Heimatschutzministerin der USA, nannte Ruskan einen „amerikanischen Helden“. Sein selbstloser Mut verkörpere den Geist und die Mission der Küstenwache, schrieb die Politikerin auf ihrem Kanal bei X (ehemals Twitter). Der als Held gefeierte junge Mann gibt sich jedoch weitaus bescheidener.
Der „New York Post“ sagte Ruskan: „Ehrlich gesagt bin ich eigentlich nur ein Typ. Ich mache nur einen Job. Dafür habe ich unterschrieben, und ich denke, dass jeder einzelne Rettungsschwimmer der Küstenwache oder jeder einzelne Pilot oder Flugmechaniker der Küstenwache, wer auch immer es sein mag, in unserer Situation genau das Gleiche getan hätte.“
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Retter von Texas: Was über Scott Ruskan bekannt ist
Ruskan stammt aus New Jersey, hat einen Abschluss von der Wirtschaftshochschule Rider University und als Praktikant bei zwei Beratungsfirmen gearbeitet, bevor er zur Küstenwache ging. Dass er nun so viele Menschen rettete, ist also gewissermaßen einem Karrierewechsel zu verdanken.
Als die Sturzflut am 4. Juli Teile von Texas nahe der Stadt Kerrville überschwemmte, wurde schnell die texanische Küstenwache hinzugezogen, um zu helfen. Binnen weniger Stunden hatte sich der Fluss Guadalupe in Texas in eine todbringende Sturzflut verwandelt. Die Überschwemmungen überraschten viele Camper noch vor dem Frühstück. Unter anderem wurde das „Camp Mystic“ getroffen, ein Sommerlager für Mädchen, an dem mehr als 750 Kinder und mehrere Betreuer teilnahmen.
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Das Team von Ruskan stieg noch am Morgen des 4. Juli in Rettungshubschrauber und begab sich zum Einsatzort. Erste Verletzte wurden in den Helikopter gebracht. Doch schnell wurde klar, dass die Betroffenen der Überschwemmung unmöglich alle per Hubschrauber gerettet werden können, weil Gewichtsgrenzen nicht überschritten werden dürfen.
Also blieb Ruskan am Boden: Er begab sich in das Ferienlager, das höher gelegen war als die von der Flut verwüsteten umliegenden Gebiete. Dort kümmerte er sich um die verängstigten und zum Teil verletzten Camper, tröstete Kinder und Erwachsene. Eine seiner schwersten Aufgaben, sagte der junge Mann der „New York Post“: weinenden, verzweifelten Erwachsenen Rat und Trost zu spenden.

Überschwemmung in Texas: Mehr als 100 Todesopfer, zahlreiche Menschen werden vermisst
Ruskan und seinem Team gelang es schließlich, einen Großteil der Menschen aus dem von der Außenwelt abgeschnittenen Überschwemmungsgebiet zu retten. Der Rettungsschwimmer ist überzeugt: „Jeder von uns, wenn jemand anderes an diesem Tag Dienst gehabt hätte, hätte das Gleiche getan wie wir. Wir waren nur zufällig die Crew, die den Fall bekommen hat.“
Nicht alle hatten so viel Glück wie die 169 Menschen, die Ruskan vor der Flut rettete. Laut Medienberichten sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Auch die Suche nach dutzenden Vermissten dauert noch an. Die Zahl der Todesopfer könnte also noch steigen.






