Österreichs ESC-Gewinner JJ wünscht sich im kommenden Jahr in Wien einen Eurovision Song Contest ohne das diesmal auf dem zweiten Platz gelandete Israel. „Es ist sehr enttäuschend, dass Israel noch am Wettbewerb teilnimmt“, zitierte die spanische Zeitung „El País“ den 24-jährigen Johannes Pietsch. „Ich würde mir wünschen, dass der Eurovision Song Contest nächstes Jahr in Wien stattfindet, ohne Israel. Aber der Ball liegt nun bei der EBU. Wir Künstler können uns nur dazu äußern.“

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Der ausgebildete Opernsänger Pietsch hatte bei dem in der Nacht zum vergangenen Sonntag in Basel ausgetragenen Wettbewerb mit dem Song „Wasted Love“ die meisten Punkte geholt und die internationale Musikshow gewonnen. 

Nach dem 69. ESC - Empfang für JJ in Wien
ESC-Sieger Johannes Pietsch alias JJ.© Helmut Fohringer/APA/dpa | Helmut Fohringer

Israel-Sängerin Yuval Raphael überlebte Hamas-Massaker nur knapp

Für Israel war am vergangenen Samstagabend die ebenfalls 24-jährige Sängerin Yuval Raphael angetreten. Sie ist eine Überlebende der Terroranschläge auf Israel am 7. Oktober 2023. Sie war damals mit einer Freundin auf dem Nova-Musikfestival, auf dem Terroristen aus dem Gazastreifen ein Massaker anrichteten. Nur knapp überlebte sie, in dem sie sich stundenlang unter den Leichen getöteter Festivalbesucher versteckte.

Ihr Song „New Day Will Rise“ landete im ESC-Finale in Basel auf Platz zwei, Im Publikumsvoting hatte Israel sogar auf Platz eins gelegen – dies sorgt nun bei vielen Rundfunkanstalten für Diskussionen über das Televoting. Nur die Punkte der Dutzenden Fachjurys aus europäischen Ländern bescherten Österreich und JJ den Sieg.

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Auch Vorjahressieger Nemo für Ausschluss Israels

Israels Teilnahme am ESC wurde in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert. Hintergrund ist der Krieg gegen die Terrororganisation Hamas, den Israel im palästinensischen Gazastreifen führt. Dieser begann nach dem Massaker durch palästinensische Terroristen. Im Gazastreifen sind seitdem mehr als 50.000 Menschen getötet worden.

Auch Vorjahressieger Nemo aus der Schweiz hatte sich offen für einen Ausschluss Israels ausgesprochen. Ähnlich hatten sich 70 frühere ESC-Teilnehmer in einem offenen Brief kürzlich geäußert. 

jst/dpa