Eine giftige Algenblüte tötet derzeit vor der Südküste Australiens hunderte Meeres-Bewohner. Es gebe ein regelrechtes Massensterben unter anderem von Haien, Rochen, Krabben und Tintenfischen, sagte am Donnerstag Brad Martin von der gemeinnützigen Fischschutzorganisation Ozfish der Nachrichtenagentur AFP. „Die Strände sind voller Kadaver.“

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Die Alge Karenia mikimotoi tauchte den Angaben zufolge im März in den Gewässern rund um den Bundesstaat South Australia auf, seitdem starben unzählige Tiere. „Unsere Ehrenamtlichen sagen oft: ‚Wir sind einen Kilometer am Strand lang gelaufen und haben hundert tote Rochen und andere Meereslebewesen gesehen‘“, berichtete Martin. Betroffen seien unter anderem Strände in für ihre Artenvielfalt berühmten Touristenattraktionen wie Kangaroo Island sowie Yorke Peninsula und Fleurieu Peninsula.

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Giftige Algenart: Schäden in Millionenhöhe sind die Regel

Karenia mikimotoi wirke „wie eine giftige Decke, die das Leben im Meer erstickt“, erklärte Martin. Die Algen könnten „Fische an ihren Kiemen ersticken, Blutungen verursachen, indem sie ihre roten Blutkörperchen angreifen, und als Neurotoxin das Nervensystem und das Gehirn der Fische angreifen, was zu ungewöhnlichem Verhalten führt“. Bei Fischen und Haien sei etwa seltsames Verhalten beobachtet worden. „Es ist wie ein Horrorfilm für Fische“, sagte Martin.

Die giftige Algenart ist seit den 1930er Jahren bekannt. Karenia mikimotoi wurde unter anderem vor Japan, Norwegen, den USA und China entdeckt. In den betroffenen Regionen beeinträchtigt die Alge oft den Tourismus und die Fischerei, Schäden in Millionenhöhe sind die Regel. In Südaustralien gab es laut Martin nie zuvor eine giftige Algenblüte dieses Ausmaßes und dieser Dauer.

AFP/dw