RTL ist bekannt für seine Castingshows. Bei „Deutschland sucht den Superstar“ können Menschen seit 2002 vor allem ihr Gesangstalent unter Beweis stellen, für andere Bewerbungen brachte der Sender fünf Jahre später „Das Supertalent“ an den Start. Lange, wenn auch nicht durchgehend, ein wichtiger Faktor in beiden Jurys: Pop-Titan Dieter Bohlen. Der bewertete auch zuletzt wieder die Kandidaten in beiden Shows, für „Das Supertalent“ allerdings wohl zum letzten Mal.

„Das Supertalent“ scheiterte an TikTok und YouTube

Die Sendung wird vorerst abgesetzt. Das sagte Inga Leschek, Programmgeschäftsführerin von RTL und RTL+, dem Branchenmedium „DWDL“.  „Das Supertalent“ leide darunter, „dass man kurze Auftritte spektakulärer Talente aus aller Welt jederzeit überall auf TikTok und YouTube abrufen kann“, begründete Leschek die Entscheidung. Es sei nicht gelungen, darauf eine zukunftsfähige Antwort zu finden. Die vier im April ausgestrahlten Folgen der 17. Staffel hatten laut „Quotenmeter“ nur einen durchschnittlichen Marktanteil von 7,6 Prozent in der klassischen Zielgruppe.

„Das Supertalent“ ist derweil nicht die einzige Sendung, deren vorläufiges Ende Leschek im Interview mit „DWDL“ bekanntgab. Auch „Du gewinnst hier nicht die Million“ mit Stefan Raab, wird nach der Sommerpause nicht fortgesetzt. Hier will sich der Sender allerdings mit Raab zusammensetzen, um ein neues Konzept zu finden. Für „Das Supertalent“ kündigte Leschek nichts Vergleichbares an.

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Auch andere Shows wie „Die Verräter“ stehen der Programmgeschäftsführerin zufolge auf dem Prüfstand. Auf der anderen Seite gäbe es aber zuverlässig erfolgreiche Formate wie „Let’s Dance“, „IBES“, „Die Höhle der Löwen“, „RTL Aktuell“ oder „GZSZ“. Diese sind offenbar besser gealtert, die Soap „GZSZ“ läuft beispielsweise schon seit dem Jahr 1992.