Nach dem Tod von Papst Franziskus richtet sich der Blick der katholischen Kirche auf den Vatikan. Die Nachfolgesuche hat begonnen – und mit ihr auch die Spekulationen. Hinter den Kulissen des Kirchenstaats machen bereits mögliche Namen die Runde. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder ein Begriff: „Papabile“. Doch was genau bedeutet das eigentlich?
Papabile: Herkunft & Bedeutung des Begriffs
Der Begriff „papabile“ kommt aus dem Italienischen und setzt sich zusammen aus „papa“ (Papst) und „-abile“ (fähig, geeignet) und bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „papstfähig“ oder „zum Papst wählbar“. Im kirchlichen Sprachgebrauch beschreibt das Wort Kardinäle, denen realistische Chancen eingeräumt werden, beim nächsten Konklave zum Papst gewählt zu werden.
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Die Bezeichnung ist nicht offiziell, sondern stammt aus der Öffentlichkeit bzw. von Medien. Besonders vor einem Konklave, also der Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle zur Papstwahl, erlebt der Begriff Hochkonjunktur. Dann kursieren Listen möglicher Kandidaten, und Experten analysieren Herkunft, Alter, Sprachkenntnisse, theologische Ausrichtung und politische Bedeutung einzelner Würdenträger.
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Doch trotz der Spekulationen um einzelne „papabili“ gilt im Vatikan das Sprichwort: „Wer als Papst ins Konklave hineingeht, kommt als Kardinal wieder heraus.“ Heißt: Die Favoriten der Öffentlichkeit oder der Kirchenpresse werden oft gerade nicht gewählt. Stattdessen einigen sich die Kardinäle oft auf einen Kompromisskandidaten oder auf eine Person, die weniger im Rampenlicht stand – möglicherweise auch, um Machtkämpfe innerhalb der Kirche zu entschärfen.
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