Es war ein Moment, den ich damals nicht in der Reportage für die Berliner Morgenpost beschrieben habe. Damals begleitete ich eine Reisegruppe von wohnungslosen Menschen aus Berlin zum Vatikan. Und ich wurde vom Papst persönlich gesegnet – durch einen Zufall.

Zum Abschluss des „Jahres der Barmherzigkeit“ hatte Papst Franziskus im November 2016 rund 6000 „Arme“ aus vielen Ländern zu einer Audienz in den Vatikan eingeladen. Aus Berlin fuhr eine Gruppe Menschen, die in Einrichtungen wie der Suppenküche der Franziskaner in Berlin-Pankow betreut wurden, nach Rom. Ich dufte als Reporterin mitfahren und fungierte nebenbei als Ersatz für einen ehrenamtlichen Helfer.

Ich gebe zu, dass es eigentlich nicht der geplante Papstbesuch war, der mich am meisten interessierte. Sondern die Menschen, mit denen ich unterwegs war. Was bedeutet es, zu verreisen, wenn man gar keine Wohnung hat? Und das, dank Spenden, sogar im Flugzeug? Im Deutschen ist allein schon das Wort „arm“ ja ein Stigma – wie standen die Menschen zu Papst Franziskus, der ja 2013 auch als „Papst der Armen“ angetreten war?

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