Melbourne, ein Sommergewitter im Jahr 2016: Plötzlich klagen Tausende über schwere Atemnot, für mindestens zehn Menschen endete das Gewitter tödlich. Schon bald wird klar: Es handelt sich um einen schweren Fall von sogenanntem „Gewitterasthma“.

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Dieses Phänomen tritt auf, wenn bestimmte Gewittertypen Pollen in der Luft aufbrechen, dabei allergieauslösende Proteine freisetzen und diese mit dem Regen in die Atemluft zurückgelangen, wie eine Studie erklärt, die dieses Ereignis untersuchte. Die winzigen Eiweißpartikel können bei vielen Menschen heftige Reaktionen hervorrufen – selbst bei solchen, die zuvor nie unter Asthma gelitten haben.

Der Klimawandel verschärft die Pollensaison

Solche Ereignisse treten auch in Europa und den USA auf – und könnten künftig zunehmen. Der Klimawandel verschärft das Problem deutlich. Gewitterartige Asthmaanfälle wie der in Melbourne sind ein extremes Beispiel dafür, wie Pflanzenpollen und die von ihnen verursachten Allergien durch den Klimawandel verändert werden.

Denn Pflanzen reagieren empfindlich auf Klimaveränderungen. Schon heute beginnt die Pollensaison teils mehrere Wochen früher als noch vor wenigen Jahrzehnten – und endet später. Das bedeutet für Betroffene: mehr Symptome über einen längeren Zeitraum. Hinzu kommt, dass viele Pflanzen durch den steigenden CO₂-Gehalt in der Luft mehr Pollen produzieren. Eine Studie bestätigt: Der Klimawandel führt zu größeren Mengen von Pollen in der Atmosphäre.

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Die Bekämpfung von Ambrosia

Weitere Studien zeigen etwa, dass Ambrosia – ein besonders aggressiver Allergieauslöser – bei höherem CO₂ deutlich mehr Pollen freisetzt. Einzelne Pflanzen können dabei Milliarden winziger Partikel in die Luft bringen.

In Berlin wurden deshalb Mitarbeiter entsandt, um die Ambrosia in der ganzen Stadt aufzuspüren und zu beseitigen, während in der Schweiz die Einfuhr und der Verkauf der Pflanze im Jahr 2024 verboten wurden und Freiwilligengruppen gebildet wurden, die in öffentlichen Parks patrouillieren, um die Pflanze zu entfernen.

Auch die Allergenbelastung nimmt zu: Die Pollen enthalten heute mehr allergene Eiweiße als früher – sie wirken stärker auf das Immunsystem. Für Menschen mit Heuschnupfen oder Asthma bedeutet das intensivere Beschwerden, teils schon bei geringerer Pollenkonzentration.

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Pollen können saisonale Allergien auslösen

Pollen sind winzige, allgegenwärtige Partikel, die Pflanzen zur Fortpflanzung benötigen. Während manche über Insekten verbreitet werden, setzen viele Bäume, Gräser und Unkräuter auf den Wind – und genau diese Pollen lösen häufig saisonale Allergien aus. Dabei reagiert das Immunsystem fälschlicherweise auf die eigentlich harmlosen Partikel, was typische Symptome wie Niesen, juckende Augen und eine laufende Nase auslöst. In schweren Fällen kann es sogar zu Atemnot kommen.