Im glamourösen Stil der 1960er-Jahre per Zug durch Italien fahren und sich von einem Sternekoch verwöhnen lassen? Möglich macht das der „La Dolce Vita Orient Express“, ein Luxuszug, der diese Woche vom römischen Bahnhof Ostiense aus seine erste Fahrt unternommen hat.

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Die „Jungfernfahrt“ führte von der Ewigen Stadt in die toskanische Weingegend Montalcino. An Bord des pompösen Gefährts: Gerade mal 62 Personen, die in zwölf Deluxe-Kabinen und 18 Suiten untergebracht wurden. Über Platzangst dürften sich die Passagiere also eher nicht beklagt haben. Zum Vergleich: In einen durchschnittlichen ICE der Deutschen Bahn passen zwischen 450 und 700 Personen.
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„Geschmack der toskanischen Weinberge“ lautete der Titel der ersten Reise. Während der Fahrt wurden die Gäste mit den Köstlichkeiten des deutschen Sterne-Kochs Heinz Beck versorgt, parallel gab es musikalische Unterhaltung der Extraklasse.

Luxus-Zug: „Landgang“ im Weingebiet und andere Annehmlichkeiten
In Montalcino waren für die Gäste Rundgänge in Kellereien und in Weinbergen vorgesehen. Die Rückfahrt nach Rom nach dem eintägigen Ausflug erfolgte im Zug während der Nacht. Das aus der Zusammenarbeit zwischen der italienischen Gesellschaft Arsenale, der französischen Hotellerie-Kette Accor, Betreiberin des Orient-Express-Zuges, und den italienischen Staatsbahnen FS entstandene Projekt soll betuchten Italien-Reisenden ein exklusives Bahnerlebnis anbieten.
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Acht unterschiedliche Routen stehen den Interessierten zur Wahl. Startpunkt für sechs der Strecken ist Rom. Von dort aus fährt der Zug beispielsweise ins süditalienische Matera, nach Venedig oder Portofino. Auf Sizilien hingegen werden Routen mit den Etappen Catania, Taormina und Palermo angeboten. Die Reiserouten wurden nach der Philosophie des langsamen Reisens konzipiert, damit die Gäste die lokalen Traditionen und Landschaften aus der Nähe und in aller Ruhe genießen können, ohne direkt wieder zum Zug hetzen zu müssen. Unter den Strecken gibt es auch eine spezielle Reise für Fans feiner Weine und eine besondere Reise in die Heimat der Piemont-Trüffel.

Gold, Marmor, klassischer Look: Am Zug wurde nicht gespart
Beim Design und der Ausstattung des Zuges hat der französische Eigentümer Accor nicht gespart. Marmorflächen, dunkles Holz und edle Stoffe sind mit goldenen Ornamenten, Samtbezügen und klassischen Lampen gepaart. Die Waggons wurden im Rahmen einer umfangreichen Investition neu gestaltet. Damit wurde die erste private Luxus-Eisenbahnflotte Italiens geschaffen, die letztlich sechs maßgeschneiderte Züge umfasst.

Tickets kosten 3500 Euro – mindestens
Das gesamte Erlebnis zeichnet sich durch ein hohes Serviceniveau aus, ist aber nicht billig. 3500 Euro ist der Grundpreis für eine Reise. Über verschiedene Buchungsoptionen (variiert nach Reiseziel und gebuchter Unterkunft) kann dieser Preis aber noch deutlich ansteigen.

Die Hersteller sind von dem neuen Angebot auf jeden Fall überzeugt. „Mit ‚La Dolce Vita Orient Express‘ führen wir ein neues Modell in die globale Tourismuslandschaft ein und nehmen damit eine Vorreiterrolle im Bereich der langsamen Bahnreisen ein, die weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wir wollen ein Tourismusangebot schaffen, das die Reisezeit über die Hauptsaison hinaus verlängert und alternative Ziele zu den großen Kunststädten Italien fördert. Der Fokus liegt bei der Exklusivität und des Komforts einer der effizientesten und nachhaltigsten Reisemöglichkeiten, der Bahn“, sagte Paolo Barletta, CEO von Arsenale.
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„Der Start von ‚La Dolce Vita Orient Express‘ markiert den Beginn eines neuen Kapitels der italienischen Zugreisen. Dieses einzigartige Erlebnis ist eine Einladung, Italien auf neue Weise zu entdecken, und zwar nach dem Glamour des Italiens der 1960er und 1970er Jahre“, so Gilda Perez Alvarado, CEO von Orient Express. Ob der Zug wirklich zum neuen Luxus-Reisemittel wird, bleibt aber abzuwarten.







