Erneute Wende im Fall Émile in Frankreich: Die Großeltern des toten Jungen, die erst vor zwei Tagen festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuß. Wie die Staatsanwaltschaft Aix-en-Provence mitteilte, seien neben den Großeltern auch eine Tante und ein Onkel von Émile freigelassen worden.

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Die Anwälte von Émiles Großmutter sagten dem französische Sender BFMTV: „Sie ruht sich jetzt aus.“ Es seien angespannte und anstrengende 48 Stunden gewesen. „Es ist eine große Erleichterung, dass sie wieder mit ihren Kindern vereint sein kann“, so ein Anwalt weiter.
Émiles Großeltern waren seit Dienstagmorgen in Marseille verhört worden, wo sie wegen „vorsätzlicher Tötung“ und „Verbergen einer Leiche“ in Gewahrsam genommen worden waren. Das Verhör habe etwa 17 Stunden gedauert, sagte die Anwältin. Ein weiterer Anwalt zeigte sich zuversichtlich, „dass die Spur innerhalb der Familie“ ausgeschlossen werden könne.
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Neue Erkenntnisse – Detail macht stutzig
Wie nun auf einer Pressekonferenz am Donnerstagvormittag bekanntgegeben wurde, könne ein Familienhintergrund noch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Allerdings deuten die neuesten Erkenntnisse auf eine Beteiligung Dritter hin. Analysen am Schädel hatten Hinweise auf ein gewaltsames Gesichtstrauma ergeben.
Demnach hätte eine Untersuchung von „Kleidung und Knochen“ gezeigt, dass sie erst „kurz vor ihrer Entdeckung transportiert und abgelegt worden waren “. Laut dem Staatsanwalt verweste die Leiche des Kindes nicht in der im Wald gefundenen Kleidung. Jemand muss sie also ausgewechselt haben.
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Darauf konzentrieren sich die aktuellen Ermittlungen
Der Fall des kleinen Émile hatte in Frankreich großes Aufsehen erregt. Der Zweijährige war im Juli 2023 verschwunden, während er bei seinen Großeltern in dem kleinen Örtchen Haut-Vernet zu Besuch war. Eine massive Suchaktion mit dutzenden Polizisten, Soldaten, Spürhunden, einem Hubschrauber und Drohnen blieb damals ergebnislos.
Erst acht Monate später fand eine Spaziergängerin den Schädel und Zähne des Kleinkindes in knapp zwei Kilometer Entfernung vom Haus der Großeltern. Die Ermittler suchten die Gegend erneut ab und fanden Emiles Kleidung sowie ein weiteres Knochenstück. Die Todesursache des Kindes blieb jedoch unklar.
Bei den nun wieder aufgenommenen Ermittlungen wurden unter anderem ein vor der Kapelle des Örtchens stehender Blumenkasten, das Auto und ein Pferdeanhänger der Familie konfisziert.
jst/pvt/FM







