- Das 9-Euro-Ticket sorgt für voll Züge: Viele Menschen in Deutschland nehmen das Angebot des vergünstigten ÖPNV-Tickets an
- Sind darunter auch viele Autofahrer, die auf Bus und Bahn umsteigen und ihr Auto stehen lassen?
- Diese Frage wollen die Grünen klären und stellen ein Folgeangebot in Aussicht
Deutlich mehr Menschen nutzen seit der Einführung des Neun-Euro-Tickets laut ersten Zahlen der Deutschen Bahn den öffentlichen Nahverkehr. Könnte man durch ein dauerhaftes Angebot tatsächlich mehr Menschen motivieren, mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein? Grüne und Linke plädieren schon jetzt für eine Verlängerung des Ticketangebots.
Neun-Euro-Ticket: Grünen-Chefin plädiert für Folgeangebot
Die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang sprach von einem „Folgeangebot“ für das Neun-Euro-Ticket: „Wir lassen jetzt untersuchen, ob Menschen wegen des Tickets wirklich vom Auto auf die Bahn umsteigen. Sollte das so sein, müssen wir in der Koalition unbedingt darüber reden, wie wir an diesen Erfolg anknüpfen können“, sagte Lang der „Bild am Sonntag“.

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Das Neun-Euro-Ticket sei „ein riesiger Erfolg“, die Verkaufszahlen sprächen für sich, sagte Lang weiter. Eine Verlängerung des Anfang Juni parallel zum Neun-Euro-Ticket eingeführten Tankrabatts lehnt Lang hingegen ab. „Der Tankrabatt ist auf drei Monate begrenzt, und das sollte auch so bleiben“, sagte sie. Zur Unterstützung von Pendlern gebe es „klügere Maßnahmen“.
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Linke wollen Verlängerung des Neun-Euro-Tickets bis Jahresende
Aus Sicht der Linken sollte die Vergünstigung des Nahverkehrs mindestens bis Jahresende verlängert werden. Dies sollte Teil eines weiteren Pakets zur Entlastung der Bürger bei stark steigenden Preisen sein, das die Linksfraktion im Bundestag von der Bundesregierung fordert.
Nötig sei insbesondere ein „Schutzschirm für Ostdeutschland“, da die hohe Inflation und die Folgen der Russland-Sanktionen die Menschen dort besonders hart träfen. Wie die Verlängerung des Neun-Euro-Tickets würden die meisten der im Paket geforderten Hilfen aber bundesweit gelten.
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Bahn: Passagierzahlen steigen im Vormonatsvergleich um 25 Prozent
Wie der „Spiegel“ zu Wochenbeginn mit Verweis auf eine interne Auswertung der Deutschen Bahn (DB) berichtet hatte, stiegen die Passagierzahlen in Regional- und S-Bahnen im Juni im Vormonatsvergleich um rund 25 Prozent. Auch das Auslastungsniveau von vor der Pandemie wurde demnach übertroffen.
Die Passagierzahlen im Regionalverkehr und in der S-Bahn stiegen demnach im Vergleich zu vor der Pandemie um zehn Prozent. Während Spitzenzeiten insbesondere am Pfingstwochenende lag die Auslastung der Regionalzüge teilweise 30 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Trotz des hohen Fahrgastaufkommens mussten jedoch laut der internen Statistik der Bahn bei lediglich 0,1 Prozent der Fahrten Fahrgäste aussteigen, weil der Zug überfüllt war. (bml/dpa/afp)
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