Ein Gespräch über Karrierechancen bei Mercedes in Berlin, das Ausbildungskonzept und den idealen Mitarbeiter.

Berliner Morgenpost: Glückwunsch zum Sonderpreis „Arbeitgeber – Marke“. Mit dem Preis wird bewertet, wie Ihr Unternehmen von potenziellen Bewerbern online wahrgenommen wird. Welchen Stellenwert haben die neuen Medien für Ihr Haus?

Walter Müller: Der Stellenwert der neuen Medien ist hoch. Bereits heute wird kaum noch ein Auto verkauft, ohne dass sich die Kunden vorab informiert haben. Wir sind „always online“, gehen damit gezielt auf die hohen Erwartungen unserer Kunden ein.

Berliner Morgenpost: Inwieweit nutzen Sie neue Medien beim Personal Recruiting?

Walter Müller: Wir schreiben alle vakanten Positionen online zur Verlinkung in diversen Jobbörsen aus. Damit gelangen Bewerbungsunterlagen per Mausklick zu uns und können zeitnah und effektiv bearbeitet werden. Die Qualität der Online-Bewerbungen hat sich im Laufe der Jahre deutlich verbessert. Wir sind mit der Resonanz auf unsere Ausschreibungen praktisch immer in der Lage, freie oder zusätzliche Stellen schnell und mit sehr guten Bewerbern zu besetzen. Ohne Berücksichtigung der kaufmännischen und technischen Berufsausbildung haben uns allein 2012 etwa 3500 Bewerbungen erreicht. Mit 413 Interessenten – vom Praktikanten über den Sachbearbeiter bis zur Führungskraft – haben wir Gespräche geführt, 111 von ihnen eingestellt.

Berliner Morgenpost: Wie sieht der ideale Bewerber aus?

Walter Müller: Das Wichtigste ist für uns nach wie vor das persönliche Gespräch. Voraussetzungen sind Lernfähigkeit und die Motivation, sich persönlich und beruflich weiterentwickeln zu wollen. Neben den spezifischen Anforderungen jeder einzelnen Tätigkeit sind uns große Leistungsbereitschaft, Herzblut für die Aufgabe und das Unternehmen und der Wille, gemeinsam im Team erfolgreich zu sein, wichtig.

Berliner Morgenpost: Welche Karrierechancen haben Fachkräfte in Ihrer Niederlassung?

Walter Müller: Viele unserer heutigen Führungskräfte haben in unserer Niederlassung mit einer kaufmännischen oder technischen Ausbildung oder einer Verkäuferzertifizierung begonnen. Das allein spricht für sich. Aber auch ohne die Übernahme von Führungsverantwortung ist eine Qualifizierung für höherwertige Fachaufgaben möglich und gewünscht. Und natürlich öffnen wir auch die Tür für eine internationale Karriere im Konzern.

Berliner Morgenpost: Welchen Stellenwert haben Aus- und Weiterbildung für Sie?

Walter Müller: Einen hohen Stellenwert. Wir beschäftigen drei Ausbilder in Vollzeit und in jeder Abteilung mindestens einen geschulten Fachausbilder, bilden in einem eigenen technischen und kaufmännischen Ausbildungszentrum in acht Lehrberufen aus. Auch die Weiterbildung ist fester Bestandteil unserer Personalarbeit. Jedes Jahr wird beispielsweise mit jedem Mitarbeiter eine Qualifizierungsvereinbarung geschlossen.

Berliner Morgenpost: Haben Sie mit damit Vorbildfunktion im Konzern?

Walter Müller: Ja, zweifelsohne. Beleg dafür ist, dass die Niederlassung Berlin von der IHK für besondere Verdienste ausgezeichnet wurde. Aktuelle Auszeichnungen wie „Bester Kfz-Mechatroniker Berlins“, „Beste Kfz-Lackiererin in Berlin“, Welt- und Europameister in Servicewettbewerben sowie die Auszeichnungen mit Awards wie „Bestes Autohaus“ im ADAC Werkstatt-Test 2012 mit 100 von 100 Punkten sind direkte Folge unserer internen Ausbildungswege.