Bunt und extravagant wurde es auf der Fashion Week Berlin auf dem Laufsteg bei Miranda Konstantinidou. Die Designerin, die für bunte Outfits, psychedelische Muster und außergewöhnliche Catwalk-Präsentationen bekannt ist, schickte ihre Models dieses Mal mit übergroßen verspiegelten Brillen über den Laufsteg und verlieh ihnen dadurch eine insektenähnliche Anmutung.
Besonders amüsant fand diesen Look offenbar Tänzer Massimo Sinato, der in der ersten Reihe grinsend Fotos von Rebecca Mir knipste und dafür einen bösen Blick von seiner Modelfreundin erntete. Begeistert von Konstantinidous Herst/Winter Kollektion waren Designer-Kollegin Anna von Griesheim und Moderatroin Tamara Gräfin von Nayhauß, die in der Front Row applaudierten.
Miranda Konstantinidou ist seit 25 Jahren im Modebusiness tätig. Damals gestaltete die gebürtige Griechin Modenschauen für Trevira und für die Messe Frankfurt. Konstantinidou studierte Modegrafik und Modedesign in Deutschland und Italien und eröffnete in den 90er-Jahren ihre ersten Shops, von denen es heute 60 weltweit gibt. Die Designerin lebt auf den Philippinen.
Eine Katze am Catwalk lockt die Fotografen
Eine fand sich aber bei dieser Show nicht in der ersten Reihe am Laufsteg: die Katze. Da bei Modenschauen immer wieder dieselben Gesichter am Laufsteg zu sehen sind, war es kein Wunder, dass die Fotografen sich freuten, als auf der diesjährigen Modewoche eine als Katze verkleidete Damen alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Zum ersten Mal tauchte sie bei der Show von Lena Hoschek auf.
Ein Raunen ging durch die Reihen und die Blitzlichter überschlugen sich beinahe. Alle fragten sich: Wer steckt unter dem riesigen Plüschtierkopf? Ein Prominenter, der nicht erkannt werden will, oder einfach eine exzentrische Modebloggerin? Deutschlandweit wurde die Katze am Catwalk in den Medien diskutiert. Eine Antwort gab es zunächst aber nicht. Schwieg doch die Katze selbst beharrlich und kommunizierte mit ihrer Umwelt nur durch laszives Kratzen mit den lackierten Krallen.
Auch ein Begleiter, der ihr nicht von der Seite wich, gab sich wortkarg und verteilte nur lächelnd Visitenkarten. Tushette war darauf zu lesen. So also der Name der Katzendame, der verdächtig an Karl Lagerfelds Stubentiger Choupette erinnert. Ein Blick ins Internet unter der ebenfalls angegebenen Adresse brachte schließlich Klarheit. Tushette ist das Maskottchen des Magazins Tush und wurde von ausgefuchsten Marketingmenschen gezielt auf der Fashion Week platziert. Die Aktion war ein voller Erfolg. Noch während ihres ersten Auftritts bekam die Katze Einladungen zu anderen Shows zugesteckt und tauchte bei Laurèl wieder auf.
































