Nonnen und Blumenmädchen
Bunte Blumen und warme Farben auf Seide und Pelz sowie Leder-Optik dominierten die Kleider von Anja Gockel, die am Mittwoch präsentierte. Titel der Kollektion: „Hildegard von Bingen“. „Eine Nonne und Powerfrau des Mittelalters“, sagte Gockel. Sie habe mit ihrem Intellekt und Selbstbewusstsein zur Kollektion inspiriert. Das sollte sich auch in ihren Outfits finden. „Ganz im Sinne einer großartigen Frau.“
Laub auf dem Steg
Dawid Tomaszewski schickte seine Models auf einem Laubbeet über den Laufsteg und präsentierte seine komplett in Schwarz und Grautönen gehaltene Kollektion für Herbst/Winter 2014. Tomaszewski versteht sich als ein Teil der neuen Designer, die der Berliner Fashion Week ein junges Gesicht geben. „Und ich bin stolz, dabei sein zu dürfen“, sagte er nach der Show.
Promis bei Lala
Viele prominente Gäste prüften den Titel „Werdet wild und tut was Schönes“ am Mittwochabend, als Designerin Leyla Piedayesh von Lala Berlin ihn in ihrer Kollektion präsentierte. Zur Show im Palazzo Italia Unter den Linden kamen die Schauspielerinnen Heike Makatsch, Christiane Paul, Natalia Avelon und Pheline Roggan sowie Filmemacherin Minu Barati-Fischer und Eva Padberg.
Hingucker des Tages
Mittwochabend präsentierte die Berliner Designerin Nanna Kuckuck ihre Mode im Umspannwerk am Alexanderplatz. Zu den Anproben reiste schon zuvor Prominenz an. Wie Schauspielerin Alexandra Kamp, die am Abend als Model für die Designerin lief. „Bin noch ungeschminkt und unfrisiert“, schrieb Kamp zu ihrem Selbstporträt, das sie der Morgenpost zur Verfügung stellte. Sie freue sich auf eine tolle Show – und darüber, dass ihr Outfit so bequem sei. „Ich liebe Kuckucks Kleider“, sagte Alexandra Kamp.
Die Herrin der Ringe
Wäre der Stein in diesem Collier echt, dann hätte Diamantenliebhaberin Elizabeth Taylor den Klunker wohl täglich getragen. Die üppigen Armbänder, Ketten und Ringe, die im Schaufenster der Schmuckdesignerin Sabrina Dehoff an der Torstraße 175 ausliegen, sind jedoch aus Swarovski-Kristallen gefertigt. Dass jedes dieser Exemplare anders aussieht, ist kein Zufall. „Wir haben jeden einzelnen von Hand bemalt“, sagt Sabrina Dehoff. „Deshalb ist keiner genau wie der andere.“
Für die 45-Jährige verwischen die Grenzen zwischen echtem Geschmeide und Modeschmuck schon lange. „Heute ist ein üppiges Collier aus Glassteinen und Ripsband, wie das französische Modehaus Lanvin es anbietet, weitaus wertvoller als ein Goldkettchen aus dem Kaufhaus“, sagt sie und lächelt. Dazu hat sie auch allen Grund. Obwohl Dehoff als Schmuckdesignerin eine Quereinsteigerin war, gilt sie mittlerweile in Berlin als Aushängeschild ihrer Zunft. Schauspielerin Hannah Herzsprung trägt ihre Sachen regelmäßig, sogar Halle Berry und Beyoncé wurden schon mit einem Dehoff-Modell gesichtet.
Ein Faible für besondere Formen und Materialien habe sie schon immer gehabt, sagt sie. Das habe ihr schon 2005 geholfen, als sie zu Hause ihre erste Kollektion „Little Helpers“ in Eigenregie an der Nähmaschine herstellte. Aus Leder nähte sie die ersten zierlichen Anhänger. Ein Jahr nach der Herstellung zeigte sie ihre „Little Helpers“ auf der ersten „Premium“. Nicht nur ausländische Händler, auch Berliner Modegrößen waren begeistert, das Quartier 206, das Apartment und Andreas Murkudis, sie alle orderten die Preziosen.
Party des Tages
Neben der After-Show-Party von Lena Hoschek im Bassy Cowboy Club an der Schönhauser Allee stand am Mittwoch zum zehnten Mal die Vogue Fashion Night auf dem Programm.
Die Gästeliste konnte sich sogar für Borchardt-Verhältnisse sehen lassen – gibt sich doch im Restaurant von Roland Mary an der Französischen Straße an fast jedem Abend die Prominenz die Klinke in die Hand.
Am Mittwoch begrüßte dort „Vogue“-Chefin Christiane Arp unter anderem Finanzsenator Ulrich Nußbaum, Schauspielerin Karoline Herfurth sowie Bayern-München-Fußballer Jérôme Boateng. Und auch die Designer Patrick Mohr, Anja Gockel und Lena Hoschek stießen im Borchardt auf eine gelungene Fashion Week an.
Später sollte im Prince Charles in Kreuzberg die Party der Modemesse Premium gefeiert werden.
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