Auch am zweiten Fashion-Week-Abend am Mittwoch sollte wieder ausgiebig gefeiert werden. Neben der After-Show-Party von Lena Hoschek im Bassy Cowboy Club an der Schönhauser Allee stand auch die Party der Premium im Prince Charles in Kreuzberg auf dem Programm.
Dort hatte sich im vergangenen Jahr immerhin US-Produzent Pharell Williams blicken lassen. Ein internationaler Superstar sei dieses Mal nicht dabei, hatte Premium-Chefin Anita Tillmann bereits im Vorfeld verraten.
Erfahrungsgemäß erscheint die deutsche Prominenz bei der Party der Modemesse jedoch zahlreich. Ebenso hochkarätig versprach die Vogue Fashion Night im Borchardt zu werden. Schließlich herrscht im Restaurant von Roland Mary schon an beinahe jedem normalen Abend eine hohe VIP-Dichte.
Malaika Raiss mit Mode für Frauen, die sich wohlfühlen wollen
Die Berliner Designerin Malaika Raiss mag Models, die nicht perfekt sind. Perfekte Proportionen seien eintönig, zu dünn dürfen sie auch nicht sein. Sonst passen sie nicht ins Konzept der Jungdesignerin.
Und so waren auch in dieser Saison die Models sehr unterschiedlich in Typ, Gang und Ausdruck, als sie am Mittwochnachmittag über den Laufsteg am Brandenburger Tor liefen. „In diesem Jahr haben wir uns entschieden, die Show wieder im Hauptzelt zu machen“, sagte die Designerin, für die es bereits die siebte Fashionshow im Rahmen der Berliner Modewoche ist.
Aufgeregt sei sie dennoch, egal unter welchen Umständen, betont sie. Ein technisch gesicherter Ablauf sei daher eine große Erleichterung. „Natürlich kann man in Off-Locations viel kreativer sein“, gibt sie zu. „Aber für uns als kleines Team ist es so einfacher.“
Kreativ war Malaika Raiss jedoch bei ihrer Kollektion, in der insbesondere Grüntöne hervorstachen - und das in allen Facetten, auf seidigem, fließenden Stoff gedruckt. Auch Sandfarben und viel Creme und helle Blautöne fanden Platz in der Auswahl an Kleidung, oft in federiger Strickoptik, kombiniert mit Lederröcken in kräftigen Farben. Alles nicht zu eng anliegend, die Pullover muteten bereits von weitem sehr kuschelig an.
„Ich machen Mode für Frauen, die sich in ihrer Kleidung wohl fühlen wollen“, so die Designerin. Die Sachen müssten immerhin alltagstauglich sein, meint sie, denn: „Was bringt einem ein Rock, mit dem man sich nicht setzen kann?“
Eleganz, Lässigkeit und Prominenz bei Minx und Blacky Dress
Eine Front Row, die ihren Namen verdient, bot am Nachmittag des zweiten Fashion-Week-Tages die Show von Minx by Eva Lutz. Wie schon in den Vorjahren erschien die deutsche Prominenz zahlreich zur Präsentation der neuen Kollektion der süddeutschen Designerin.
Darunter die Schauspielerinnen Sonja Kirchberger, Alexandra Kamp, Stephanie Stumph, Natalia Wörner und Jeanette Hain, Tenor Tobey Wilson, Sängerin Cassandra Steen und Ex-Turnerin Magdalena Brezska. Aber auch der Laufsteg war prominent besetzt. Franziska Knuppe und Luisa Hartema zeigten die Entwürfe von Eva Lutz: im kommenden Herbst Oversize-Schnitte in gedeckten Farben und schwarze Abendroben. Als Hahn im Korb lief Bruce Darnell über den Catwalk.
Mit ihrem Label Minx macht Eva Lutz Mode für selbstbewusste, moderne Frauen. Das heißt elegante Kleidung, die dank ihrer klaren Linien und besonderen Materialien trotzdem komfortabel und unkompliziert ist. Ihren Firmensitz hat die Designerin auf einem historischen Gutshof in Franken - als Kontrast zu den Modemetropolen, in denen sie ihre Kollektionen zeigt.
Berliner Lässigkeit bei Blacky Dress
Die Mode von Blacky Dress steht dagegen für tragbare Berliner Lässigkeit mit klaren Linien und hochwertigen Materialien. Wie diese Kombination im Herbst/Winter 2014 aussehen wird, zeigte das Label bereits am Mittwochvormittag auf dem Laufsteg der Fashion Week am Brandenburger Tor. Dort gab es urbane Eleganz mit Tweed, Strick und Leder in Schwarz, Weiß, Rosé, Grau und Petrol zu sehen. Ein Look, den man in der kommenden Saison auch an den Models Marie Nasemamm und Fiona Erdmann sehen könnte, die in der ersten Reihe die neuesten Trends begutachteten.
Seit Mai 2013 ist Eva Renes Chefdesignerin beim Berliner Label Blacky Dress. Ihre erste Frühjahr-Sommer-Kollektionen präsentierte sie auf der Hauptstadt-Fashion-Week im vergangenen Herbst. Bei ihren Entwürfen hat sie sich dieses Mal von der New Yorker Clubszene der 20er-Jahre inspirieren lassen.





















































