Tüll, Spitze, ausgestellte Röcke und perfekt gelegte Wellen in den Haaren: Mit ihrer Mode, die als Hommage an die Pin-up-Girls der 50er Jahre angesehen werden kann, beeindruckte auch in diesem Jahr wieder Designerin Lena Hoschek die Zuschauer im Zelt am Brandenburger Tor.

"Schon immer fand ich Frauen wie Marylin Monroe und Sophia Loreen toll, die einerseits sexy waren, aber sich gleichzeitig nicht zu Ernst genommen haben", erklärt die 32-Jährige Designerin nach der Show. Mittlerweile ist ihr Label bekannt für ihren weiblichen Retrostil.

Und so eröffnete auch keine geringere als Model Franziska Knuppe die Modenschau in einem glamourösen goldenen Abendkleid, natürlich auch mit Wasserwelle sowie roten Lippen und Fingernägel - die im übrigen alle Models kennzeichneten. Sonst waren diese, anders als in vielen anderen Modenschauen, sehr unterschiedlich: von knabenhaften Mädchen "bis hinzu Frauen, die echte Vollweiber sind", erklärt Hoschek.

Die erste Show mit eigener Schuhkollektion

Die Kleider, zum Teil sehr ausgeschnitten und transparent, trugen häufig einen Blumenprint in Rot- und Currytönen, die sich auch in den fließenden, glänzenden Stoffen wiederfanden. Von der Frontrow aus bewunderten Zuschauerinnen wie Enie van de Meiklokjes, Maite Kelly oder Tattoomodel Lexi Hall die Show.

Ansonsten war das Publikum ihrer Modenschau sehr gemischt - auch etwas, worauf die gebürtige Österreicherin sehr stolz ist. "Ich mache Mode für jeden. Bei mir kaufen sowohl Studentinnen als auch Ärztinnen ein, ältere Damen, aber auch junge Mädchen, die stolz sind, irgendwann ein wenig Busen zu bekommen und dann Größe XS tragen können."

Wert legt sie deshalb auch darauf, dass es ihre Kleider auch für fülligere Frauen gibt - bis XL, also etwa Größe 42, sind ihre Stücke zu haben. Und noch auf etwas anderes ist Lena Hoschek stolz: darauf, dass die Models alle ihre Schuhe tragen konnten: Die erste Show mit eigener Schuhkollektion.