Dschungelcamp 2015

Walters Rauswurf aus dem Camp zerstört Tanjas Busen-Show

Eigentlich ging es die ganze Zeit nur um die Brüste von Tanja Tischewitsch. Sie selbst ist ja ganz besessen davon. Doch als man schon zwischen ihnen einschlafen wollte, flog plötzlich Walter raus.

Von Britta Klar

Normalerweise steht das am Ende. Kurz, beiläufig: Wer ist raus im Dschungelcamp? War ja eh nur einer von den ohnehin schon Weggenickten. Aber heute muss es hier ganz nach oben: Walter! Ist! Raus! Unser Bundespräsident der Herzen, unser Fast-„Wetten-Dass“-Mann, unser aller Frei!Wald! Als Sonja Zietlow und Daniel Hartwich die Entscheidung der Zuschauer verkünden – zur Wahl standen Walter und Rolfe – wird es still im Camp. Echte Betroffenheit bei allen Mitcampern. Rolfe hatte in Gedanken sicher schon gepackt und Walter hatte doch immer wieder betont, dass dieses Camp im australischen Dschungel seine „letzte Chance“ sei. Kämpfen wollte er. Mit allen Mitteln. Hat er ja auch immer. Mit seinen eigenen Mitteln, dem Buckel und den Venen-Op’s, aber immerhin. Und stand er doch bei vielen schon als Dschungelkönig fest. Oder hatte er das selbst nur immer so oft betont, dass man es am Ende gar auch glaubte? Wie auch immer: Am Ende blieb ihm nur zu sagen: „Es ist ein Spiel, komm. Es ist ok!“

Schwupp. Aus und vorbei. Ein echter Knaller zum Schluss. Fast tut er einem ein bisschen leid. Und irgendwie hatte man nach dieser Stunde mit so einer Dramatik auch gar nicht mehr gerechnet. Hatte man doch sein Haupt schon so gemütlich und selig an den Busen von Titty Tischewitsch gekuschelt und sich gleichzeitig gefragt, wie man dieses Dauergetröte aus ihrem Mund wohl abschalten kann.

Adieu, kleiner Busentext

Oh Mann, dieser Walter-Rauswurf vermiest jetzt echt den ganzen seichten Busen-Text, den man sich eine Stunde lang zurechtgelegt hatte. Bis eine Minute vor Schluss gab es nur Tanja und ihre Brüste. Rauf und runter. Genauer: Tanjas „Bacon“. So nennt sie ihren schönen Vorbau liebevoll. „Tanja ist ein bisschen besessen von ihren Brüsten!“, weiß Rolfe und Aurelius, wie Walter Aurelio konsequent nennt – genannt hat – ist langsam echt genervt. Behauptet er zumindest und windet sich zudem kränkelnd auf seinem Lager. Der Magen. Der brennt dem Aua-relio. Sonst brennt nichts. Nicht bei ihm.

Bei Tanja schon. Die brennt eigentlich dauernd. Meistens durch. Und das muss jetzt wirklich auch mal gesagt werden: Titty-Tanja nervt wirklich tierisch. Ihre dämliche dem-den-Schwäche und das dauernde Rumgefummel an Bacon 1 und Bacon 2 und diese Art von perfektioniertem Hampel-Reden – furchtbar! Und dennoch: Irgendwie ist sie süß. Sie wirkt zwar dauergeblitzdingst, und den tiefen Teller hat sie nun wirklich auch nicht erfunden. Aber: Wie, verdammt nochmal, kann man nach dreizehn Tagen im Dschungel noch immer so gut aussehen? Haare: Sitzen. Fingernägel: Knallrot. Gesichtshaut: Wie ein Babypopo! Und permanent diese gute Laune.

„Rolfe, fühl mal“

Und dann diese Gespräche. „Rolfe, fühl mal, mein Markenzeichen – verschwindet von Tag zu Tag!“ Es muss nicht erwähnt werden, was ihr Markenzeichen ist, was von Tag zu Tag verschwindet und was Rolfe da (ungefragt) fühlen muss. Ihr Speck eben. „Jeder steht auf Speck, jeder Mann liebt Speck...“ Spricht es aus, schiebt die Lippen schmollig vor und wirft einen lasziven Blick in die Kamera. Ähm, um was ging es doch gleich?!

Bei der Dschungelprüfung „Schlau oder Schlotze“, zu der sie mit Rolfe antreten muss, flirtet sie mit Daniel Hartwich (halbherzig allerdings) und glänzt mit einigen grandiosen Antworten: „Baran... Baran... Ich weiß nicht mal, was eine Baran ist...“. Ging ja auch um den Waran. Schön also, dass sie diejenige ist, bei der sich „Schlau“, also Frage richtig beantwortet, oder „Schlotze“, also ab in das Ekelbad, entscheidet. Rolfe muss nur mit der herausgespielten Zeit die Sterne in Tierkäfigen einsammeln. Gleich vorweg: Tanja und ihr Bikini landen oft in der Schleimsuppe, weil sie nämlich neben Bacon 1 und Bacon 2 noch ein weiteres echtes Talent hat: Bei 50/50-Fragen konsequent die falsche Antwort zu geben. Entschuldigungen wie diese hier, sollen auch nicht vorenthalten werden. Es ging um Ameisen. Tanja beantwortet keine der Fragen richtig. Kein Wunder: „Ameisen ist nicht mein Gebiet – sorry, ich bin nicht so drin in diesem Ameisen-Business.“ Spricht’s, wedelt mit den Händen, steigt aus der Suppe – und sieht immer noch gut aus! So was. Walter – ist er wirklich raus?! – attestiert ihr eine seiner Meinung nach grandiose, wenn auch etwas unvorteilhafte, „59–60–90“-Figur und Tanja verrät auch in dem ihr ganz eigenen Sprech-Gehampel, wie sie die bekommen und hält: „Wee-heeen ich fettig esse-hee, geht das immer hiee-hier rein.“ Ist klar, wo sie hinfasst. „Und ich eees-seee total gern Pommes mit Soft-Ei-heis und davon wachsen diee-hie.“ Ist klar, wo sie hinfasst.

„Itsy, bitsy, Möpse – darum geht es“, sagte Walter gleich zu Beginn, als noch keiner ahnen konnte, dass Tanjas Möpse ihm den Buckel, beziehungsweise Kopf, kosten sollten. Aber vielleicht reicht für die zweite Chance ja auch Tag 13. Ist ja schließlich eine Glückszahl.