Dschungelcamp

Maren Gilzer schluckt - und Rebecca Simoneit-Barum ist raus

Dschungelcamp, Tag 12: Maren schluckt alles. Walter hetzt außerdem munter gegen Aurelio. Der hetzt gegen Thailand. Und die Moderatoren hetzen gegen eine Berliner Boulevardzeitung.

Für die Zeitung „B.Z.“ startet diese Folge ziemlich erfolgreich. Ihre Meldung vom Dienstag, dass sie die Berichterstattung über „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ wegen Langeweile einstellt, war den Moderatoren einen Anfangswitz wert. So von wegen „Lokalzeitung“, wer liest das schon. Na, gut. Aber der Stachel sitzt tief. Die RTL-Moderatoren werden sich noch lächerlich machen wegen dieser „kleinen“ Zeitung aus Berlin.

In jedem Fall Zeit, dass es mal wirklich interessant wird. Folge 12. Ich bin also offen, vergesse mal, was alles nicht passiert ist in den vergangenen elf Folgen.

Walter Freiwald lästert weiter über Aurelio Savina. Der sich über ein schwarzes Kriechtier freut, das durch sein Schlafgemach kriecht. Kein Witz, er freut sich wirklich. Ist das jetzt also aufregend? Nein.

Thailand? Superschön

Szene 2: Die Kandidaten sprechen über Orte, an denen sie schon gewesen sind. Thailand findet Tanja Tischewitz also superschön. Aurelio behauptet, ohne je da gewesen zu sein, dass Mauritius tausendmal schöner sei. Hier der Subtext: Der Zuschauer erfährt, Aurelio ist wirklich rechthaberisch. Maren Gilzer und Tanja Tischewitz sind schon genervt. Walter ja sowieso: „Aurelio hat einen Knall. Der Typ hat einen Knall.“ Und weiter „Ich muss nur kotzen im Kopf. Alles ist scheiße, was wir sagen. Thailand ist scheiße. Barbados ist toll. Soll er doch noch nach Italien gehen.“ Stimmung!

Die Moderatoren nutzen die Zeit, um von einer „Aurelio-Krise“ zu sprechen. Das ist jetzt auch nötig, um den Kollegen von der B.Z. zu beweisen, dass das Dschungelcamp wirklich doch gar nicht so langweilig ist.

Szene 3: Walter Freiwald parliert mit Tanja Tischewitz über seine Zukunftschancen. Er, der wie er sagt, sogar einmal „Wetten dass“ angeboten bekommen hätte, aber klar, abgelehnt habe. Er hätte „nur noch eine Chance im Leben“, „Rente ist scheiße“, „und ich bin mir das selber schuldig“. Armer Walter. Nach dieser wirklich ehrlichen Sozialbeichte wählen wir dich doch nicht raus.

Rebecca vor dem Abflug

Szene 4. Und jetzt geben die Regisseure wirklich Gas. Denn heute kriegt wohl jeder sein Fett weg, um im Bild zu bleiben: Rebecca ist dran. Sie wird beim lethargischen Umherlaufen, Singen, verklärt-in-die-Gegend-blicken und depressiven Schweigen gezeigt. Und dann träumt sie vor laufender Kamera auch noch von einer neuen Chance: „Vielleicht gibt mir ja jemand, der sagt, ich habe mich toll mit den Leuten unterhalten, eine Talkshow.“ Sicher. Sie steht schon auf der Abschussrampe.

Und dann passiert etwas Komisches. Die Moderatoren erwähnen zum vierten Mal die „BZ“. Also, der Stachel muss jetzt aber wirklich tief sitzen. Sie zitieren jetzt nichtige Meldungen aus der Boulevardzeitung. Aber wie lächerlich ist das jetzt eigentlich? Um es mit der bereits rausgeschmissenen Roberto-Blanco-Tochter zu sagen: Ein bisschen Spaß muss sein.

Aber endlich, als ich aufhöre, die nicht-lustigen Szenen mitzuzählen, wird es lustig. Aurelio dachte, es gibt eine halbe Million Siegprämie, mindestens! „Haben wir alle gedacht, auch mein Management.“ Gut, hätte er mal wirklich seinen Vertrag gelesen. Wie dumm muss man sein? Keine Prämie und er ist anscheinend real enttäuscht und hängt durch. Endlich, ein richtiger Lacher.

Dann kommt der Ekel

Und es wird eklig. Dschungelprüfung. Es dürfen ran: Jörn Schlönvoigt und Maren Gilzer. Es wartet der Gasthof „Würgenich“. Rattenschwänze, Schweinerosetten. Die Prüfung dauert endlos lange. Schließlich gilt es eine extra lange Folge zu füllen. Statt einer Stunde sind es dienstags 1 Stunde und 45 Minuten. Maren Gilzer schluckt jedenfalls alles. Kaut auf Innereien wie auf Kaugummi herum. Wie sagen doch die Moderatoren: „Vielleicht hat der Dschungel seine Bezwingerin gefunden.“ Und die Zuschauer ihre Favoritin auf die Dschungelkrone. Keiner ist härter als Maren Gilzer, so viel lässt sich sicher sagen. Maren und der Jörn-ich-muss-noch-würgen kommen mit fünf Sternen zurück. Walter ist dementsprechend verstimmt: „Die war früher nicht so, wahrscheinlich die Hormone.“ Und er macht sie nieder, wo er kann. „Ich glaub nich, dass sie weiß, was Yoga ist. Die weiß vielleicht, was Yoghurt ist.“

Zum guten Schluss, vor dem Rauswählen, darf Walter noch eine geheime Mission erfüllen. Mit Tanja als Assistentin. Sie schaffen das. Mensch, so was.

Die wenigsten Anrufe gibt es für Rebecca und Tanja. Doch die Abschussrampe war ja schon von Anfang an besetzt. Rebecca fliegt. Hat ja schon so verklärt geschaut. Ob das jetzt der Karriereboost war?