Dschungelcamp

Schon in der ersten Sendung wurden Hoden aufgetischt

Wie war die erste Folge der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“? Das will vielleicht niemand so genau wissen. Wir haben hier trotzdem alle Details zusammengetragen.

Endlich! Es ist wieder Dschungelcamp-Zeit, RTL bittet zum neunten Mal zu „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Guckt natürlich keiner, aber trotzdem weiß spätestens ab Tag drei so ziemlich jeder, welche C- bis F-Promis im australischen Dschungel durch den Matsch kriechen, Hoden essen oder in Krabbelviechern baden. Sonja Zietlow und Daniel Hartwich hauen aus ihrem Baumhaus zusätzlich noch immer schön drauf auf die elfköpfige Reisegruppe im Regenwald.

Wer mitmacht? Nun ja. Fragt sich Sonja Zietlow auch. „Ein – äh, Walter...“ sagt Daniel Hartwich und „ein... ähem.“ Genau: Und dieser Dings ist auch dabei, und die, die früher bei diesem – hier, wie hieß das noch – mitgemacht hat.

Bevor es in den Dschungel geht, geht es erst einmal auf die Yacht. Ein letztes Mal Luxus. Und – zum Glück – noch ein letztes Mal eine kleine Vorstellungsrunde der – nun – Stars. Stellen wir sie doch hier auch nochmal vor. Kann nicht schaden. „Nach wie vor kennt kein Schwein unsere Kandidaten“, weiß auch Sonja Zietlow.

Die neue Bescheidenheit

Da ist Rolf „Rolfe“ Scheider, der ehemalige „Germanys Next Topmodel“-Juror, der von sich selber sagt: „Ich bin schon eine Rampensau!“ Aber in ihm drin, also so von innen, da „sieht’s schon ein bisschen düsterer aus.“ Ach je... Und Angelina Heger, die „Bachelor“-Finalistin, die Zicke, die total unzickig und realistisch sagt: „Ich seh mich nicht als was Großes, ich komme nur vom Bachelor.“

Jörn Schlönvoigt, der gerade sein zehnjähriges „GZSZ“-Jubiläum gefeiert hat, sagt das, was mindestens einer immer sagt: „Ich will hier eine grenzgängerische Erfahrung machen.“ Patricia Blanco, die nicht will, dass alle sie immer als Tochter von Roberto Blanco vorstellen, aber zu der mir grad nichts anderes einfällt, sagt nichts von extremen Erfahrungen, sondern extrem ehrlich: „Ich mach’s auch wegen dem Geld, das muss man sagen...“ Auch Aurelio Savina, der Ex-„Bachelorette“-Teilnehmer oder „Der, dessen Name bei Sonja Zietlow zu einem Eisprung führte“ gesteht irgendwas von und mit „geldtechnischen Gründen“.

Verlorene Stars

Benjamin Boyce, Ex-Sänger von „Caught in the Act“ (der als eines seiner zwei Luxusgegenstände feuchtes Klopapier gewählt hat!) sagt, er macht mit, „weil ich ein verlorener Popstar bin, der Aufmerksamkeit braucht.“ Ja. Gut. Gut auch die Aussage von Maren „Buchstabenumdrehfee“ Gilzer: „Ich hab immer gesagt: Lieber Putzen als in den Dschungel...“ Scheint wohl schon alles geputzt zu sein. Vielleicht sagt sie auch in den ersten dreißig Minuten einmal zu viel: „Meine Zeit, finde ich ist noch lange nicht vorbei.“

Von Anfang an, sagen wir: entzückend ist Sara Kulka. Die große Sprachvirtuosin, herrlich „intellektuell unaufdringlich“ (Zietlow), die denkt nicht lange nach – haha! – und proll-nuschelt: „Normal, immer diese Arschleckerei am Anfang.“ Da mault’s auch aus dem Baumhaus: „Mensch, alle so ehrlich: Hatte hier mehr Glamour, als alle noch gelogen haben!“

Herrlich ehrlich auch die Selbstvorstellung von Tanja Tischewitsch, die wohl mal bei „DSDS“ gesungen hat. Sie giggelt in die Kamera, dass sie ja die erste Dschungelkandidatin sei, „die bei DSDS nicht unter die Top Ten gekommen ist.“ Dem ist irgendwie gar nichts hinzuzufügen. Dafür gönnt sie... ähm, ach ja: Patricia Blanco, der Tochter von Roberto Blanco, noch auf der Yacht eine Mammographie, um mal zu testen, wie sich die Silikonkissen so anfühlen. Gibt es auch in jeder Dschungelcamp-Staffel einmal.

Zirkuskinder weinen

Rebecca „Lindenstraßen-Iffy“ Simoneit-Barum, ist zwar „als Zirkuskind Wind, Wetter und Matsche gewöhnt“, weint aber schon am ersten Tag im Dschungel, weil sie ihre Familie vermisst... hm.

Und dann ist da noch Walter. Der Dings. Der „nigelnagelneues Auto“-Walter. So’n bisschen der „Zonk“ von „Der Preis ist heiß“. Walter Freiwald heißt der. Beim Einzug in den Dschungel wird ihm erst mal ein geschmuggelter Schlüpfer von seiner Frau abgenommen. Wobei: Beinahe kommt er gar nicht an im Dschungel! Der Walter. Denn zunächst wird der Hobby-Zoologe von einer Qualle gebissen (!), und dann fällt er beim Einsteigen in den Hubschrauber rückwärts wieder raus. Kopf gestoßen. Oder vom Hubschrauber gebissen. Könnte auch sein. Mein Gott, Walter! Oder, wie eine Nachricht auf dem Handy schimpft: „Der nervt schon jetzt krass!“ Dann piept’s wieder: Anderer Absender, gleiches Thema. Text: „Tittencamp! Sogar Walter hat welche!“

Die Buchstabenfee

Ach, das wird schön! Endlich waren dann auch alle gemeinsam im Camp – zunächst war eine Vorhut, bestehend aus... ähm... Rebecca, Sara, Maren, Benjamin und Jörn (Nachnamen-Nachschlagen muss auch mal eingespart werden) losgeschickt worden. Maren... Gilzer!... hatte dann auch ihre „Brechmigräne“ schnell überstanden, es gab Applaus fürs erste Feuer und Philosophie am Lagerfeuer. Sara: „Ich hab Angst in der Dunkelheit.“ Jörn: „Musst Du nicht. Das ist alles genau wie am Tag.“ Nur eben dunkel.

Dann – juhu! – ein Bekannter! Dr. Bob! Das bedeutet: Erste Dschungelprüfung. Gewählt wird „Eisprung“-Aurelio. Und der nimmt sich die Sara mit und freut sich „irgendwie“. Dabei sollte er doch wissen: Die Spiele sind immer irgendwie gleich. Eklig. Stinkig. Und irgendwas, das sich noch bewegt, muss gegessen werden. Die erste Prüfung heißt: „Sommerfest“. Und die beiden Camper müssen sich einen Kotzfrucht-Cocktail reinwürgen ohne ihn wieder rauszuwürgen, sich gegenseitig mit irgendwas eincremen, das nach Fäkalien riecht und dann, ja dann. Um 23.30 Uhr ist es endlich soweit: Der erste Hoden! Schafshoden. Muss natürlich in den Mund genommen werden. Und dann, ach egal: Sechs von elf Sternen gab es am Ende und für Aurelio noch einmal Gratis-Übergeben obendrauf. Von wegen harter Hund...

Eine neues Opfer ist gefunden

Dann ist es im australischen Dschungel 9 Uhr morgens und hier bei uns Mitternacht. Daniel Hartwich und Sonja Zietlow gehen ins Camp und verraten, wer die nächste Prüfung mit dem schönen Namen „Hölle der Finsternis“ bestreiten muss. Und es ist: Sara Kulka! Wieder. Wo sie doch so Angst vor der Dunkelheit hat! Ihre Reaktion: „Boah, ich bin’s Opfer der Nation, ey! Ich schwör’s...“ Und wundert sich: „Dass die alle fuffzich Cent ausgeben, ey!“ Machen sie aber. Abend für Abend. Denn schon jetzt gilt, was Daniel Hartwich kürzlich in einem Interview mit einer TV-Zeitschrift über die vergangenen Staffeln gesagt hat: „Jeder Kandidat hat einen festen, unverrückbaren Platz in meinem Herzen. Auch wenn ich von den meisten bis heute den Namen nicht kenne.“