Dschungelcamp 2015

Walter Freiwald ist schon jetzt der Quotenkönig

Am vierten Tag des Dschungelcamps wurde klar: Ohne Walter könnte die Sendung getrost abgesetzt werden. Und das nur, weil er aufs Klo ging. Einen Kontrahenten im Camp hat er auch schon gefunden.

Von Diana Zinkler

Kaum eingeschaltet, den ersten Chips im Mund, die Cola gerade erst angetrunken, der erste Schock. Gleich zu Beginn der vierten Folge von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ wird irgendwie blank gezogen. „Der Pullermann“ von Walter Freiwald, dem leicht irren Ex-Co-Moderator von der „Der Preis ist heiß“, bimmelt nach einem Toilettengang ganz so, wie ihn Gott vor etwas weniger als einem Jahrhundert geschaffen hat, unter seinem T-Shirt heraus. Die Unterhose hängt in den Kniekehlen. Der Grund für diese eher an Pflegestation als an Dschungel erinnernde Szene ist wohl fehlendes Toilettenpapier, welches er sich in diesem Zustand anscheinend besorgen will. Ein Glück, dass Rolfe, alias Rolf Scheider und Ex-GNTM-Juror, dabei ist!

Er hilft ihm zwar nicht, dafür spielt er die Szene – Walter und sein wackelndes Etwas – mehrfach nach, natürlich für jeden einzelnen Dschungelbewohner und für uns. Walter findet das nicht lustig, alle anderen schon. Und denkt man einen Moment darüber nach, während man sich noch den Bauch vor Lachen und Entsetzen hält, dann fragt man sich: Hat man schon mal jemals so etwas Demütigendes in den früheren Staffeln gesehen? Sara Kulka, Ex-„Germanys Next Topmodel“-Kandidatin, erfährt als erste davon und sagt: „Ich freu mich, wenn ich mir zuhause schön besoffen die Sendung angucken kann.“

Stark angefangen, stark nachgelassen

Nach dem Höhepunkt folgt der Downer. Die süße Bachelor-Finalistin Angelina Heger muss zur Dschungelprüfung. Es erwartet sie das Tier-Becken. Schlangen, Reptilien, Krebse, halb so wild. Sie holt zehn von elf Sternen, sie war schließlich nicht umsonst unter den letzten Zweien beim Bachelor. So kennt man sie, sie kommt, um zu gewinnen. Schön bescheuert: Sie hat wieder ihr Kuschelkissen dabei. Das mit dem Freund und ihren zwei Hunden drauf.

Walter hat währenddessen seinen größten Widersacher neben sich selbst ausgemacht: Ex-Bachelorette-Kandidat Aurelio Savino. Der reagiert auf die Provokationen von Walter eher nicht. „Walter ist ein Mensch, der ist zwar da, aber den sehe ich gar nicht.“ Ansonsten? GZSZ-Jörn Schlönvoigt und Ex-DSDS-Kandidatin Tanja Tischewitsch müssen gemeinsam einen Schatz bergen. Tanja sagt dabei so schöne Sätze wie: „Oh diese eine Schlange sieht so aus wie bei Britney Spears Toxic.“

Die Quote ist Walters Sache

Und, ach, endlich muss Walter, bisher wurde er aus medizinischen Gründen geschont, auch mal ran. Ab in das Gasthaus des Grauens zur nächsten Dschungelprüfung. Schleim-Cocktails und Hoden-Pürree schlucken. Mitleid? Nein. Aber ohne Walters Hose-unten-Nummer wäre diese Folge an Langeweile kaum zu unterbieten gewesen. Da gruselt es einen schon ein bisschen. Wenn dieser alte Mann jetzt für die Quote bei RTL sorgen muss.