#tatort auf Twitter

Das waren die zehn besten Tweets zum „Tatort“ aus Köln

Gleich am Anfang wurde Max Ballauf vor die U-Bahn gestoßen. Dann tauchte eine neue Assistentin auf und wir lernten entsetzlich böse Kinder kennen. So reagierten die Twitter-Nutzer darauf.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Es begann an dem Ort, an dem die Kölner „Tatort“-Folgen eigentlich immer enden: An der Würstchenbude am Rhein mit Blick auf den Dom, Abendstimmung. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) schlug seinem Kollegen Freddy Schenk (Dietmar Bär) vor, noch ein weiteres Bier zu trinken – doch der wollte nach Hause zu seiner Familie.

Der Ort liegt den Kölnern am Herzen – weshalb der „Kölner Stadt-Anzeiger“ übrigens erst vor wenigen Tagen erleichtert notierte, die reale „Wurstbraterei“ habe nach einer längeren Zeit der Schließung im Rheinauhafengelände wieder geöffnet. So legendär ist die Imbissbude geworden, dass zu der Eröffnung sogar der Oberbürgermeister erschien. Den Twitter-Nutzern freilich war das Gewese um das liebste Nahrungsmittel der Deutschen am Tag nach dem österreichischen Sieg im „Eurovision Song Contest“ ein bisschen zuviel.

Max Ballauf holte sich noch ein Bier für den Weg, das dann krachend am Boden der Kölner U-Bahn zerschellte, weil er einem Passanten zu Hilfe eilen musste. Der wurde gerade von Jugendlichen zusammengeschlagen. Ballauf wurde vor die U-Bahn gestoßen, überlebte knapp – und suchte Zeugen. Da gab es Ungereimheiten.

Ballauf hinderte eine Reinigungskraft daran, die Spuren der Tat zu beseitigen. Für viele Kölner ein Rätsel.

Dann kam die Neue ins Spiel. Miriam Häslich, die neue Assistentin. Lucie Heinze spielte sie wunderbar als nervtötende Topcheckerin, die den Kommissaren meilenweit voraus ist, was die neuen Technologien angeht.

Sie wird es aber vorerst schwer haben. Zu lebendig sind noch die Erinnerungen an ihre von Tessa Mittelstaedt gespielte Vorgängerin, die in der vorletzten Folge umgebracht worden war.

Für Aufsehen sorgte auch der Vater des wohlstandsverwahrlosten Mädchens. Sein Äußeres erinnerte viele Nutzer an Friedrich Liechtenstein aus der „Edeka“-Reklame.

Jedenfalls liefen die Kommissare überall gegen Wände. „Ohnmacht“ hieß dieser Tatort auch wegen der engen Grenzen, die den Ermittlern gesetzt waren. Sie waren wie umstellt von Rechtsexperten, die sie permanent zurechtwiesen.

Ein Fazit: Viele fanden diesen „Tatort“ spannend. Mancher Nutzer schrieb sogar, er komme vor lauter Spannung gar nicht mehr zum Twittern. Nur Corinna Kirchhoff als Mutter der Täterin Janine mit ihrem Putzzwang und ihrer neurotisierten Sorge um das eigene Kind übertrieb es vielen ein wenig.

Dann sorgte auch noch ein Tweet von „Spiegel Online“ für Empörung, der wieder gelöscht wurde, aber nicht schnell genug. Es ging um die arrogante Beamtin Carola Blessing, gespielt von Stephanie Japp.

Die einen Hamburger Kollegen vergaloppieren sich. Andere rätseln immer noch, warum sich zehn Millionen Menschen jeden Sonntag vor dieser Sendung versammeln.

„Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann erwiderte darauf nur gallig: „Deshalb sind Sie ja auch bei @DIEZEIT“.