Der erst 26-jährige Fabian Grischkat hat die „Maischberger“-Sendung durchschaut. Zu Beginn der Sendung müssen er, der Moderator Dirk Steffen und die Journalistin Mariam Lau zu allem Möglichen Stellung nehmen: Dürre, Renten, Mieten, Krieg. Das ist bei Maischberger auf dem sogenannten „Panel“ so üblich.
Das Problem ist nur: Unmöglich können sie sich überall so gut auskennen, dass die Aussagen über Plattitüden und gefährliches Halbwissen hinausgehen. Grischkat stellt das als Einziger der Runde auch klar. „Ich bin kein Rentenexperte“, sagt der Moderator und Journalist deutlich auf eine Frage zur Rente.
Weil er aber natürlich etwas sagen muss, spricht er lieber über die taktischen Überlegungen der Parteien, wozu wenigstens jeder, der die Politik beobachtet, ein paar Sätze sagen könnte.
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„Maischberger“ am Montag: Linken-Chefin kritisiert Rentenkommission
Anders macht es sein Kollege Dirk Steffen. Der Wissenschaftsjournalist, dessen Spezialgebiet eher beim Thema Ökologie liegt, ist von der Reform begeistert: „Es war ein demokratisches Meisterwerk, weil man wirklich die beiden Enden des politischen Spektrums da zusammengebracht hat“, bilanziert er. Als Wissenschaftler lobt er besonders, dass diese Reform von technokratischen Experten erarbeitet wurde.
Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner erklärt wenig später das Problem daran: Sie kritisiert, dass in der Rentenreform zu wenig gegen Altersarmut unternommen wird. Und sie hat auch einen Verdacht, woran das liegt: „Weil es da in so einer Rentenkommission eben niemanden gibt, der diese Erfahrung gemacht hat.“

Schwerdtner streitet mit Wirtschaftsweise um kapitalgedeckte Rente
Schwerdtner wird die Wirtschaftswissenschaftlerin Monika Schnitzer gegenübergestellt. Mit der sogenannten Wirtschaftsweisen streitet sich die Linken-Chefin angenehm sachlich über die kapitalgedeckte Rente. Die Regierung will laut ihrem Rentenpaket künftig einen Teil der Rente am Finanzmarkt anlegen. Der Diskussion merkt man an, dass sich beide in dem Thema wirklich auskennen.
Schnitzer hält die kapitalgedeckte Rente für eine gute Idee, obwohl sie zugibt, dass die letzte Erfahrung mit der Riester-Rente ein „Reinfall“ war. Diesmal sei es aber anders. Sie hebt unter anderem hervor, dass die Reform auch Menschen mit wenig Finanzbildung eine Teilhabe an den Gewinnen des Finanzmarkts ermögliche.
Schwerdtner sieht das trotzdem kritisch: „Das, was wir vielleicht an der Rente dazu bekommen, an kapitalgedeckter Rente, wird uns gleichzeitig wieder weggenommen an der Miete“, argumentiert sie und spielt dabei darauf an, dass in so einem Rentenfonds auch immer Firmen wie Vonovia enthalten seien, die aufgrund ihrer Methoden nicht unterstützt werden sollten.
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Volksentscheid für Schnitzer „keine belastbare Grundlage“
Ohnehin will Schwerdtner große Wohnungskonzerne lieber enteignen, als über das Rentensystem in sie zu investieren. Immer wieder führt sie an, dass sich die Berliner bei einem Volksentscheid dafür ausgesprochen haben.
Schnitzer hält diesen Volksentscheid aber für „keine belastbare Grundlage“. Den Menschen sei überhaupt nicht klar gewesen, worauf sie verzichten müssten, wenn durch Entschädigungen an die Wohnungskonzerne viel Geld aufgewendet wird. Ihr zufolge befänden sich die Kosten dafür im zweistelligen Milliardenbereich.
Schwerdtner will das so nicht stehenlassen: „Ich möchte den Menschen nicht unterstellen, dass sie nicht wussten, was sie da abgestimmt haben.“ Ihr ist aber auch klar, dass die Enteignung definitiv zu den umstritteneren Plänen der Linken gehört. Deshalb wird sie nicht müde, zu betonen, was die Linke noch alles gegen hohe Mieten tun will:
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CDU: Asterix-Vergleich sorgt für Lacher
Sie nennt dafür die konsequente Verfolgung von Wuchermieten, einen Mietendeckel und Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. Schwerdtner gelingt es, ihre Punkte unterzubringen.
Eine Partei, die sich derzeit deutlich schlechter öffentlich präsentiert ist die CDU. Womit wir wieder beim Panel wären, dass trotz aller Kritik auch unterhaltsame Momente liefert.
So sorgt die Journalistin Mariam Lau für den Lacher des Abends, als sie die CDU mit den Piraten bei Asterix vergleicht, die „ihr eigenes Schiff zerlegen, wenn die Gallier auch nur losfahren“.







