Schaubühne

Nina Hoss überzeugt im Drama „Die kleinen Füchse"

Am Sonnabend hat Nina Hoss ihren Einstand an der Schaubühne gegeben. Im Südstaatendrama „Die kleinen Füchse“ mimt die ehemalige DT-Schauspielerin eine in die Enge getriebene Bankiersgattin.

Foto: Stephanie Pilick / dpa

Eine Schwäche für starke Frauen hatte Schaubühnen-Chef Thomas Ostermeier bei seinen Regiearbeiten schon immer. Jetzt hat er eine Neue! Nina Hoss, die er zu dieser Spielzeit vom Deutschen Theater an den Lehniner Platz holte, überzeugte am Sonnabend bei ihrem Einstand als blondes Gift mit brüchiger Seele in dem Südstaatendrama „Die kleinen Füchse“ von Lillian Hellman.

Ostermeier selbst führte Regie und inszenierte die Geschichte der Fabrikantendynastie Hubbard als schnörkelloses psychologisches Drama, in dem sich eine Familie aus purer Habgier zwischen eleganten Ledersesseln selbst zerfleischt.

Nina Hoss als in die Enge getriebene Bankiersgattin Regina Giddens fügt sich nahtlos in ein sehr präzise agierendes Darstellerensemble, das den kühlen Raum in ein eiskaltes Wohnzimmer der Niedertracht verwandelt. kap