Filmfestival

Werden Sie Juror: Mit der Berliner Morgenpost zur Berlinale

Schlange stehen für Berlinale-Tickets? Für Morgenpost-Abonnenten gibt eine einfachere Methode: Machen Sie mit bei unserer Leserjury!

Im Februar drängen sich wieder alle zur Berlinale, wie hier vor dem Berlinale Palast. Dabei zu sein ist alles

Im Februar drängen sich wieder alle zur Berlinale, wie hier vor dem Berlinale Palast. Dabei zu sein ist alles

Foto: dpa Picture-Alliance / Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Filmfans haben sich den Termin längst rot im Kalender eingetragen. Am 15. Februar startet die Berlinale . Elf Tage lang wird dann wieder die ganze Stadt im Festivalfieber sein. Am Potsdamer Platz, vor dem Musicaltheater, das dann wieder Berlinale-Palast heißt. Aber auch am Zoo Palast, am Friedrichstadt-Palast und an all den anderen Orten, in die sich das Festival unter Dieter Kosslick fast krakenartig ausgewachsen hat. Elf Tage Ausnahmezustand. Und das heißt auch: Filmrausch für alle.

Denn im Gegensatz zu den anderen großen Filmfestivals, der ewigen Nummer eins in Cannes und dem Konkurrenten in Venedig, ist die Berlinale ein echtes Publikumsfestival. Hier kann man nicht nur, wie in Cannes, nur hinter der Absperrung stehen und den Stars, die über den roten Teppich wandeln, applaudieren. Hier kann man auch selbst die Filme sehen, in denen sie brillieren. Und in anderen Sektionen Filmperlen aus allen möglichen anderen entdecken, die vielleicht nie den regulären Weg in unsere Kinos finden.

Schlangestehen muss nicht sein

Schwierig ist es nur, an Tickets heranzukommen. Denn die sind heiß begehrt. Passionierte Kinogänger rüsten sich deshalb schon DREI Tage vor Festivalstart, um an den bekannten Vorverkaufsstellen Schlange zu stehen. Das hat Tradition, dabei sind auch schon so manche Freundschaften entstanden, sogar Ehen sollen sich dabei angebahnt haben. Das Ganze hat nur ein paar Haken: Man muss sehr viel Zeit mitbringen, denn die Schlangen sind lang. Und nicht selten schnappt einem der Letzte, der vor einem in der Schlange stand, die letzten Tickets eben jenes Filmes weg, den man selbst unbedingt sehen wollte.

Seit ein paar Jahren kann man die Tickets auch online bestellen. Das ist natürlich bequemer, man kann zu Hause auf der Couch sitzen und muss auch nicht in der Kälte frieren. Aber da auch hier der Andrang enorm ist, kommt man oft nicht rechtzeitig durch. Und wenn man dann doch endlich am Zug ist, gibt es auch hier oft nur noch Karten für die weniger begehrten Filme.

Das Sesam-öffne-dich fürs Festival

Die Berliner Morgenpost hat da eine sehr angenehme (und auch sehr begehrte) Alternative. Seit nunmehr 45 Jahren schickt unsere Zeitung eine Leserjury auf die Berlinale, zwölf Geschworene, die für uns den Wettbewerb verfolgen, um am Ende daraus den Publikumsliebling zu küren. Wer für die Jury ausgewählt ist, bekommt eine Akkreditierung, das Sesam-öffne-dich für das Festival. Die kostet nichts. Man muss damit auch nicht mehr anstehen.

Und man kann damit so viel gucken, wie man lustig ist. Der Wettbewerb ist Pflicht, das heißt, zwei bis drei Filme pro Tag muss man schon gucken. Aber wer dann noch will und kann, kann auch noch die anderen Sektionen besuchen: das Forum, das Panorama, das Kinderfilmfestival oder die Retrospektive.

Leserjuror ist ein Vollzeitjob

Diesen Service bieten wir exklusiv für Abonnenten der Berliner Morgenpost an. Alles, was man dafür braucht, ist gehöriges Sitzfleisch. Ein paar Englischkenntnisse. Und viel Zeit. Die Wettbewerbsbeiträge werden nämlich jeweils um 9 Uhr, um 12 Uhr und um 16 Uhr gezeigt. Tagsüber arbeiten und abends mal ein bisschen Berlinale schnuppern: Das geht nicht. Die Leserjury ist ein Vollzeitjob – übrigens genauso wie der der Internationalen Jury um den diesjährigen Präsidenten Tom Tykwer, die das gleiche Pensum bewältigen muss.

Und so wird's gemacht: Wenn Sie bei unserer Leserjury mitmachen wollen, brauchen Sie lediglich eine kleine Bewerbung zu schreiben. Bitte geben Sie dabei unbedingt Ihren Namen, Ihr Alter, Ihre Abonnentennummer, Adresse, Beruf und ihre persönlichen Kinofavoriten an – sowie eine Handynummer, unter der Sie auch während des Festivals zu erreichen sein werden. Dem müssen Sie noch ein Passbild beilegen. Bitte unbedingt ein Original, keine Fotokopie – das ist ganz wichtig, denn sollten Sie in die Jury gewählt werden, wird dieses Foto ihren Festivalausweis zieren. Und ab geht die Post an:

Berliner Morgenpost

Kultur-Redaktion

Stichwort: Leserjury

Kurfürstendamm 22

10719 Berlin

Sie können sich natürlich auch online bewerben. In diesem Fall schicken Sie Ihr Anschreiben bitte an:

leserjury@morgenpost.de

Dann müssen Sie unbedingt noch ein digitales Foto als jpg anhängen. Einsendeschluss ist am 27. Januar. Die Gewinner werden wie immer unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt und dann am Sonnabend vor Festivalstart, am 10. Februar um 10 Uhr, das erste Mal für etwa eine Stunde zusammentreffen. Auch an diesem Termin muss man unbedingt Zeit haben, wenn man sich für die Jury bewirbt.

Die Idee zu dem Preis entstand 1974, zu einer Zeit, als die Bären-Vergabe immer elitärer zu werden drohte und ein Publikumserfolg fast schon als anrüchig galt. Da diente der Leserpreis als eine Art Korrektiv, stellte ein Gegengewicht dar. Inzwischen erhalten aber Filme wie "Nader und Simin" (2011), "Seefeuer" (2016) oder zuletzt "Körper und Seele" (2017) wieder ganz selbstverständlich sowohl den Goldenen Bären als auch den Leserpreis der Morgenpost.

Den gibt es aber weiterhin. Und auch wenn es inzwischen noch andere Leserjurys gibt: Die der Morgenpost ist die älteste. Und die einzige, die in der Hauptsektion, im Wettbewerb also, abstimmt.

Also: Machen Sie mit. Werden Sie Leserjuror! Und entscheiden Sie mit, welcher Film in diesem Jahr zum Publikumsfavoriten gekürt wird. Wir drücken Ihnen die Daumen!

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