Berlinale-Reporter

Die Berlinale-Tasche ist schon fast ausverkauft

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Heike Dietrich
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Berlinale-Taschen sind der Kassenschlager

Der Merchandising-Stand in den Potsdamer Platz Arkaden gehört sicherlich zu dem Hotspots der Berlinale. Denn nicht nur das Interesse an den Filmen wird Jahr für Jahr größer - auch die Souvenirs des Filmfestivals sind äußerst beliebt.

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Der Merchandising-Stand in den Potsdamer Platz Arkaden gehört sicherlich zu dem Hotspots der Berlinale. Denn nicht nur das Interesse an den Filmen wird Jahr für Jahr größer - auch die Souvenirs des Filmfestivals sind äußerst beliebt. Die berühmte Berlinale-Tasche etwa ist schon beinah ausverkauft. Wie vieles andere.

Hefte, Stifte, Notizbücher, Becher, Brotbretter, Visitenkarten, Etuis - alles schon weg. Die Taschen für 19,90 Euro - so gut wie ausverkauft. Die Souvenirs der Berlinale 2010 sind äußerst beliebt. Ob Touristen oder Berliner, Kinofans oder Kinomuffel - alle wollen sie irgend etwas haben, das an dieses Jubiläumsfestival erinnert.

Mitunter steht eine meterlange Schlange vor dem Merchandising-Stand in den Potsdamer Platz Arkaden. Julie Röhrbein und ihre Kolleginnen sind begeistert: "Wir haben das Gefühl, dass noch mehr gekauft wird als sonst."

Röhrbein arbeitet für den Veranstaltungsdienstleister Busch/Dähn, normalerweise ist ihr Arbeitsplatz das Haus der Kulturen der Welt in Tiergarten. "Aber das Merchandising hier macht einfach besonders viel Spaß. Es ist einfach immer Action."

Frau Röhrbein verlässt gerade den Stand, um in einem leeren Karton neue Taschen vom Lager zu holen. Gut 4000 Stück wurden bereits verkauft, bestätigt Frauke Greiner, Pressesprecherin der Berlinale. Einige Hundert seien nur noch da - und das Festival dauert ja noch bis Sonntag. "Vielleicht reicht es gerade noch bis zum Ende", hofft Röhrbein. Der Stand am Potsdamer Platz ist der öffentlichste, zwei weitere gibt es in der Akademie der Künste und am European Film Market im Martin-Gropius-Bau.

Die Berlinale-Souvenirs sind echte Liebhaberstücke. Was nicht bedeutet, dass die Kunden sie kritiklos annehmen. Am Stand gebe es immer wieder Diskussionen - vor allem um die Gestaltung der Taschen. Das Lila als Grundfarbe in diesem Jahr ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Ist das Design gelungen oder nicht, fragen sich die Leute. "Viele finden die Tasche toll - aber genauso vielen gefällt sie auch gar nicht", sagt Röhrbein.

Doch genau diese Trendfarbe führt dazu, dass die Taschen auch von Leuten gekauft werden, die gar nicht auf der Berlinale waren. Als bloßes Accessoire. Mädchen beispielsweise, die einfach die Farbe toll finden. Oder Kurt Marks (42), Fluggastbetreuer. Er kauft gerade eine für einen Freund. "Wir sind Filmfanatiker, aber dieses Jahr kommen wir einfach nicht dazu."

Zwei kleinere anders gestaltete Taschenmodelle werden für Unicef verkauft, der Erlös kommt den Erdbebenopfern in Haiti zugute. Doch erworben werden vor allem auch die günstigeren Artikel - sie waren am schnellsten vergriffen.

Das hat gerade auch Margret Müller (58) aus Dortmund erlebt, die für fünf Tage zur Berlinale gekommen ist. Lange hat sie überlegt was sie nehmen soll. Nun hat sie sich für drei Tafeln Berlinale-Schokolade zu je 3,30 Euro und ein Buch für immerhin 24,90 Euro entschieden. Mitbringsel für die, die nicht in Berlin konnten.

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